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Historische Bausubstanz in neuem Licht

18. September 2019, 20:23 Uhr   |  Simone Kapp

Historische Bausubstanz in neuem Licht
© Tridonic

Da bei der Erneuerung der Lichtanlage die historische Bausubstanz der Kirche erhalten werden musste, konnten keine neuen Strom- oder Datenleitungen verlegt werden.

Ende des 12. Jahrhunderts von den Mönchen des örtlichen Benediktinerklosters erbaut, ist die Kirche Temple de Lutry inmitten der Altstadt von Lutry ein Kulturgut von nationaler Bedeutung. Die Auflagen für Bauarbeiten oder technische Installationen in dem Gebäude sind entsprechend streng.

Bei der kürzlich erfolgten Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik musste dennoch weitgehend die vorhandene Verkabelung genutzt werden. Dank funkbasierter Technik von Tridonic konnte aber eine sehr moderne Lichtsteuerung realisiert werden.

Die Schweizer Gemeinde Lutry am Ufer des Genfer Sees ist ein malerisches Städtchen. Eine seiner wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist der sogenannte Temple de Lutry: die reformierte Pfarrkirche Saint-Martin im Zentrum der Altstadt. Ursprünglich als Kirchenbau für ein Benediktinerpriorat entstanden, wartet sie mit knapp 1000 Jahren Baugeschichte auf und hat im Laufe ihrer Geschichte zahlreiche Um- und Ausbauten erlebt. So stammt der Polygonalchor von 1260, das Kirchenschiff wurde nach einem Brand 1344 umgestaltet und die nördlichen Seitenkapellen im 14. und 15. Jahrhundert angebaut. Der heutige Turm wurde 1544 errichtet, von 1569 bis 1578 wurde das Renaissance-Portal gestaltet. Die Dekorationsmalerei, für die sich die Gemeinde der Legende nach hatte reformieren lassen, stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde vom Künstler Humbert Mareschet ausgeführt.

Energieeffizienz und intelligente Steuerung im Fokus

Seit Herbst letzten Jahres erstrahlen die baugeschichtlich interessanten Details samt ihrer kostbaren Malereien in neuem Glanz, denn Saint-Martin ist mit einer modernen Lichtlösung ausgestattet worden. Von der Umrüstung der vorhandenen Halogenbeleuchtung auf LED-Licht versprachen sich die Verantwortlichen von Lutrys »Service de l’aménagement du territoire et bâtiments«, das in etwa dem deutschen Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung entspricht, vor allem deutliche Energieeinsparungen und reduzierte Wartungskosten. Zudem sollte eine Steuerung implementiert werden, mit der sich das Licht besser an die verschiedenen Nutzungen der Kirche anpassen lässt. 

Um diese Vorgaben umzusetzen, musste das beauftragte Lichtplanungsbüro Senseco aus Lausanne allerdings eine schwierige Herausforderung meistern. »Wir durften unter keinen Umständen in die historische Bausubstanz der Kirche eingreifen,« erläutert Yannick le Moigne von Senseco. »Zusätzliche Strom- oder Datenleitungen zu verlegen war tabu. Gelöst haben wir das Problem mit einer funkbasierten Lichtsteuerung.« Jeder Lichtpunkt ist jetzt mit einem Steuermodul basicDIM Wireless von Tridonic ausgestattet und fungiert so als Knoten in einem Bluetooth-Netzwerk mit Mesh-Struktur.

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