Internet der Dinge

Online bestellen ohne Browser

9. April 2015, 15:19 Uhr | Quelle: Deutsche Telekom
IoT
E-Commerce im Internet der Dinge geht neue Wege - wie die Gillette-Box mit integriertem GSM-Funkmodul und SIM-Karte beweist.
© Telekom Deutschland

Das Internet der Dinge verlagert die Prozesse des Online-Handels vom Netz in die gegenständliche Welt. So lassen sich künftig Produkte für den täglichen Bedarf wie Rasierklingen direkt im Badezimmer per Knopfdruck nachbestellen.

IoT
Per Order-Button an der Ablage lassen sich Klingen für den Nassrasierer nachbestellen.
© Telekom Deutschland

Wer bisher Waren im Internet orderte, musste zunächst sein Endgerät anwerfen, die Webseite eines Online-Shops aufrufen, den Artikel suchen, in den Warenkorb packen und dann Formulare mit Liefer- und Zahlungsinformationen ausfüllen. Laut Bitkom-Studie "Trends im E-Commerce" ist die zu komplizierte Bestellung der vierthäufigste Grund für den Verzicht auf Online-Shopping. Hersteller und Händler arbeiten fieberhaft daran, den Prozess weiter zu vereinfachen.

Zu den am häufigsten georderten Waren im Netz gehören Bücher, Schuhe, Kleidung, Eintrittskarten für Veranstaltungen und Unterhaltungsmedien. Lebensmittel hingegen kaufen Konsumenten nach wie vor im Supermarkt, Duschgel und Zahnpasta in der Drogerie. Gerade bei solchen Verbrauchsartikeln versuchen Online-Händler derzeit, durch einfache und komfortable Bestellvorgänge zu punkten. Amazon hat zum Beispiel die Kategorie "Spar Abo" eingerichtet. In festgelegten Lieferintervallen erhalten die Kunden diverse Verbrauchs- und Haushaltsartikel versandkostenfrei geliefert – sei es Kleintierbedarf, Putzmittel, Make-Up, Müsli oder das Paket Windeln.

Einen Schritt weiter gehen jetzt vernetzte Lösungen, die ganz ohne den Besuch eines Online-Shops auskommen. Gillette hat in Kooperation mit dem E-Commerce-Start-up Perfect Shops und der Telekom beispielsweise die Gillette-Box entwickelt, eine vernetzte Ablage für Nassrasierer, die sich zurzeit in der Testphase befindet. Neben der Halterung für den Rasierer ist ein "Order"-Button in das Gehäuse eingelassen. Gehen die Rasierklingen zur Neige, kann Mann per Knopfdruck Nachschub bestellen. Die Gillette-Box enthält ein integriertes GSM-Funkmodul und eine SIM-Karte. Sobald der Nutzer den Knopf betätigt, sendet das Gerät den Auftrag über das Mobilfunknetz der Telekom an die Server von Perfect Shops. Das Gerät muss zuvor lediglich einmal registriert worden sein. Um versehentliche Bestellungen zu vermeiden, erhält der Kunde außerdem eine Bestätigungsmail. Ein Klick auf den Link genügt und die Klingen werden geliefert.

 

Anbieterkompass Anbieter zum Thema

zum Anbieterkompass

  1. Online bestellen ohne Browser
  2. Von der Industrie in den Alltag

Verwandte Artikel

Deutsche Telekom AG, Deutsche Telekom AG Bonn, Telekom Deutschland GmbH