Smart Home

Smartes Energiemanagement

14. Februar 2018, 10:57 Uhr | Natalie Ziebolz
Heizkörperthermostat
© Netatmo

Strom und Energie sind teuer. Für Verbraucher rücken daher Einsparmöglichkeiten immer mehr in den Fokus. Viele Smart-Home-Anbieter haben diesen Trend erkannt: Ihre Lösungen für das intelligente Wohnen haben nicht mehr nur den Komfort der Anwender im Blick, sondern helfen dabei Energie zu sparen.

Verbraucher legen immer größeren Wert auf ein bewusstes Energiemanagement. Dabei sollen jedoch Alltag und Komfort nicht eingeschränkt werden. Daher fällt die Entscheidung häufig auf Smart-Home-Systeme, die im Hintergrund automatisch für eine energieeffiziente Regelung der Heizung sorgen oder darauf achten, dass Geräte nicht unnötig im Stand-by-Modus laufen.

„Der Wunsch nach Energieeinsparung ist sicherlich einer der wichtigsten Wachstumstreiber für die Smart- Home-Wirtschaft“, bestätigt Georg Hermann, Director Product Management Home Control bei Devolo. Schließlich stecke großes Potenzial hinter den Anwendungen: Besonders bei Altbauten, bei denen energetische Sanierungen nicht in Frage kommen, aber auch bei Mietwohnungen, in denen die Mieter in Eigenregie keine baulichen Veränderungen vornehmen dürfen, sei das Smart Home eine interessante Alternative. Dass Konsumenten sich dieses Vorteils bewusst sind, zeigen repräsentative Studien – beispielsweise von YouGov: Die Umfrage „So tickt Deutschland beim Thema Smart Home“ ergab, dass 43 Prozent der Befragten in Smart-Home-Lösungen aus dem Bereich Energiemanagement investieren würden.

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Smart-Home-Lösungen wie von Netatmo bieten Nutzern die Möglichkeit via App Zeitpläne für ihre Heizkörperthermostate zu erstellen und diese auch unterwegs anzupassen.
Smart-Home-Lösungen wie von Netatmo bieten Nutzern die Möglichkeit via App Zeitpläne für ihre Heizkörperthermostate zu erstellen und diese auch unterwegs anzupassen.
© Netatmo

Um die Energieeffizienz der Wohnung oder des Hauses zu verbessern, bieten die Smart-Home-Hersteller unterschiedliche Möglichkeiten. Für die kalte Jahreszeit sind vor allem intelligente Heizkörperthermostate prädestiniert, mit deren Hilfe Anwender Wohnräume bedarfsgerecht zu bestimmten Zeiten heizen können. „Das Bad ist morgens schön warm, genauso wie die Küche und das Esszimmer“, erklärt Hermann. „Tagsüber geht die smarte Heizungssteuerung dann automatisch in den Sparmodus.“ Via Smartphone-App, Wandsender oder Tablet lassen sich Temperatur und Betriebszeit der einzelnen Heizkörper individuell anpassen. Ändern sich die Zeiten spontan, lassen sich die Thermostate per Smartphone-App auch unterwegs regulieren und auf die gewünschte Temperatur bringen. Aber auch für Skeptiker der vernetzten Welt kommen smarte Heizthermostate in Frage, denn oftmals lassen sich die auf dem Markt befindlichen Produkte auch manuell oder per Fernbedienung steuern. Koppelt man diese  darüber hinaus mit Tür- beziehungsweise Fensterkontakten, wird zudem ein unnötiger Wärmeverlust vermieden, da die Heizung automatisch stoppt, sobald ein Kontakt ein geöffnetes Fenster oder eine geöffnete Tür registriert. So lassen sich dem Frauenhofer-Institut für Bauphysik zufolge zwischen 17 Prozent in Familienhaushalten und 40 Prozent in Singlehaushalten einsparen – unsanierte Altbauten weisen dabei ein deutlich höheres Einsparpotenzial aus als gut gedämmte Neubauten mit moderner Heiztechnik.


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