Luft, Wasser, Wärme

Cool down

20. September 2018, 11:30 Uhr |

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Schwenkbar oder nicht?

Hama Tischventilator
Ventilatoren in Miniaturausführung bietet Hama. Der Zubehörspezialist hat kleine Tischventilatoren im Portfolio, die sich via USB am Gerät anschließen lassen; ideal für das Arbeiten am PC oder Notebook.
© Hama

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Nicht schwenkbare Standventilatoren sind meist stabiler konstruiert. Die Instabilität bei den Schwenkventilatoren kann sich in einem Lösen von Schrauben und Muttern mit einer höheren Geräuschentwicklung oder Schlagen der Rotorblätter bei billigen Geräten bemerkbar machen. Andererseits  können sie auch  möglichst große Bereiche im Raum mit gekühlter Luft versorgen.

Ventilator vs. Klimaanlage
Im Gegensatz zu Klimaanlagen kühlen Ventilatoren die Luft nicht direkt, sondern verwirbeln sie nur. Dadurch wird ein Luftzug erzeugt, eine kühle Brise, die als kühl wahrgenommen wird. Klimaanlagen senken hingegen die Temperatur der Luft. „Eine Klimaanlage benötigt dafür viel Energie, so verursacht sie neben dem hohen Anschaffungspreis auch hohe Unterhaltskosten. Eine regelmäßige Wartung der Klimaanlage ist ebenso erforderlich“, sagt Cornela Pabijan von Groupe SEB. Auch sei der Aufwand beim Auf- und Einbau einer Klimaanlage höher als beim Aufstellen eines Ventilators. „Ein Ventilator hingegen benötigt so gut wie keine Wartung und verbraucht je nach Modell 30 bis maximal 70 Watt. Das sind bei einem Betrieb von circa acht Stunden pro Tag nicht einmal 15 Cent Stromkosten“, so die Produktmanagerin. Und sie ergänzt: „Häufig sind Erkältungen die Folge, da wir mit Klimaanlagen dazu neigen, den Raum zu sehr runterzukühlen.“ Einen ähnlichen Effekt kann jedoch auch die durch den Ventilator erzeugte Zugluft haben.

Auch fürs Warm-up geeignet
Last but not least: Nur wenige wissen, dass Ventilatoren nicht nur für Abkühlung sorgen können, sondern einige Modelle auch mit einem „Rückwärtsgang“ über eine Wärmefunktion verfügen. Heizungsluft steigt üblicherweise schnell nach oben. Der Rückwärtsgang sorgt dafür, dass die warme Luft unter der Raumdecke wieder nach unten gesaugt wird und sich mit der restlichen Raumluft neu verbinden kann. Dadurch bleiben die Räume an kühlen Tagen in Sitz- oder Stehhöhe länger warm. Weiterhin wird die Bewegung der Luft eher als angenehm empfunden entgegen der ansonsten sehr trockenen Heizungsluft. Wer sich für ein Modell mit Wärmefunktion entscheidet, kann auf diese Weise im Idealfall Heizkosten einsparen.

Cornelia Pabijan, Groupe SEB
Cornelia Pabijan, Produktmanagerin Groupe SEB
© Groupe SEB

Cornela Pabijan: “Unsere neuesten Geräte regeln die Ventilationsgeschwindigkeit automatisch in Abhängigkeit von der Raumtemperatur. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch äußerst energieeffizient. Sobald es abends kühler wird, passt sich der Ventilator der Raumtemperatur an. Außerdem bringen wir zur IFA eine Kombination aus effizientem Ventilator und Heizlüfter auf den Markt: Rowenta Hot&Cool. Dieses Gerät kann ganzjährig eingesetzt werden: Im Sommer sorgt es für einen angenehmen Luftzug im ganzen Raum, in der Übergangszeit und im Winter kann es schnell und effizient für Wohlfühlwärme sorgen.”


  1. Cool down
  2. Schwenkbar oder nicht?
  3. Hintergrund: Die unterschiedlichen Modelle

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