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Prinzip Handmade

09. Dezember 2019, 10:18 Uhr   |  Autorin: Sabine Narloch

Prinzip Handmade
© DeLonghi

Rund 1.000 Einzelteile werden während der Fertigung für ein Maestosa-Modell verbaut – pro Maschine immer nur von einem Mitarbeiter. Einblicke in den Fertigungsprozess des Kaffeevollautomaten von De’Longhi, bei dem industrielle Produktion und individuelle Fertigung ineinandergreifen.

De’Longhi hat mit seinem Kaffeevollautomat „Maestosa“ ein Gerät auf den Markt gebracht, das laut Unternehmensangaben Manufakturcharakter hat. Dahinter steckt, dass De’Longhi für das Premiummodell einen eigenen Fertigungsprozess entwickelt hat. Dabei soll das gewachsene Know-how industrieller Produktion mit den Vorteilen individueller Fertigung kombiniert werden. „In der Heimat unserer Kaffeemaschinen, Mignagola nahe Venedig, produzieren auf 20.000 Quadratmetern rund 1.000 Mitarbeiter in einem vollständig integrierten Prozess De’Longhi-Kaffeevollautomaten und ihre Bestandteile. Pro Jahr verlassen über eine Million Kaffeemaschinen unser Stammwerk in Mignagola. Unser Premiummodell „Maestosa“ ist in puncto Design und Verarbeitung ein Meisterstück italienischer Konstrukteurskunst“, so Markus Schwichtenberg, Brand Manager bei De’Longhi.

Für die Fertigung der Maestosa-Modelle werden über 1.000 Einzelteile pro Vollautomat verbaut. Diese zusammenzufügen, dafür ist eine kleine Schar an Mitarbeitern verantwortlich. „Wir haben die 20 besten von rund 800 Mitarbeitern, die in unserem Werk in Mignagola arbeiten, ausgewählt“, so Markus Schwichtenberg. Auswahlkriterien waren langjährige Erfahrung, Können und Expertise. Jedes Gerät wird „von einem einzigen Mitarbeiter vom ersten bis zum letzten Handgriff unter höchsten Qualitätsmaßstäben zusammengefügt. Auch die vereinzelt erforderliche maschinelle Kopplung von elektronischen und mechanischen Elementegruppen wird von diesem Mitarbeiter überwacht und durchgeführt“, so Schwichtenberg. Während des Fertigungsprozesses muss jedes Gerät rund 100 Einzeltests bestehen, bevor es das Werk verlässt. „Für die Maestosa haben wir individuelle Tests entwickelt, um auch bei
unserem handgefertigten Premiummodell diese Standards zu erfüllen“, so Schwichtenberg. Die Fertigungstiefe und die Qualitätschecks hätten zur Folge, dass jeder Mitarbeiter nur eine Handvoll Maschinen produzieren könne.  Die Frage ist jedoch: Ist das Handmade-Prinzip nun aus der Zeit gefallen oder im Gegenteil hochaktuell? „Handgefertigte Produkte stehen immer für besondere Qualität, Exklusivität und die sprichwörtliche ‚Liebe zum Detail‘. Deswegen wird das Prädikat ‚handmade‘ auch nie komplett aus der Mode fallen“, ist Schwichtenberg überzeugt. „Gerade heute, in einer Zeit, in der Individualität immer stärker zum Statussymbol avanciert, erleben handgemachte Produkte eine immer höhere Nach-
frage“, so Schwichtenberg.

Qualität äußert sich mitunter in einer längeren Haltbarkeit. Das scheint auch im Fall der „Maestosa“ der Fall zu sein. Zumindest wird ein Garantiezeitraum von vier Jahren gegeben „doppelt so lange wie markt-
üblich“, betont Schwichtenberg.

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1. Prinzip Handmade
2. Resonanz und Vermarktung

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