Schwerpunkte

Messen nicht vergessen

Energiewende: Smart-Meter-Rollout in Deutschland

28. Juni 2016, 11:45 Uhr   |  Peter Respondek, Freiberuflicher Fachautor und Publizist


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Normen und Regeln im Wandel

Peter Respondek, freiberuflicher Fachautor und Publizist.
© Peter Respondek

Peter Respondek, freiberuflicher Fachautor und Publizist.

Dabei verändert sich auch das Umfeld des Zählers im Moment nachhaltig: Mit der »RAL-RG 678« wird eine zukunftsfähige Elektroinstallation beschrieben, mit der VDE-Anwenderregel »N 4101« erfährt der Zählerplatz einen grundlegenden Wandel und mit der »VDE 0100 Teil 801« (Oktober 2015) wurden erstmals Anforderungen für energieeffiziente Elektroanlagen auch für Elektroinstallateure verbindlich definiert.

Die VDE AR N 4101 ist bereits seit September 2015 in Kraft. Der Zählerplatz soll durch die neue Anwenderregel nun anders, besser, übersichtlicher werden. Sie »beschreibt die technischen Mindestanforderungen an Zählerplätze in elektrischen Anlagen mit direkter Messung und Betriebsströmen ≤ 63 A einschließlich Erzeugungsanlagen, die an das Niederspannungsnetz der allgemeinen Versorgung angeschlossen werden, sowie deren Umgebungsbedingungen«. Nach intensiver Diskussion wurde der Entwurf dazu im Februar 2014 der Öffentlichkeit als Entwurf mit Einspruchsfrist bis zum April 2014 zur Prüfung und Stellungnahme vorgelegt und im September 2015 als Teil des VDE-Vorschriftenwerks in Kraft gesetzt. Damit sollen die Endverbraucher zukunftssichere Zählerplätze mit langer Lebensdauer bekommen, die Netzbetreiber Zählerplätze erhalten, die genügend Platz für netzbetreibereigene Betriebsmittel aufweisen, die Hersteller durch die Harmonisierung die Zählerplätze effizienter produzieren können und das Elektrohandwerk weniger Varianten bei der Auswahl der Zählerplätze vorhalten müssen.

Im Oktober 2015 wurde zudem die DIN VDE 0100-801 veröffentlicht (4). Sie soll die Effizienz von elektrischen Anlagen strukturieren und durch ein Punktesystem bewertbar machen. Damit gibt sie Planern und Fachkräften neue Kriterien an die Hand, um die Installation wirtschaftlicher im Sinne von Energieeffizienz zu machen. Dazu sagt Dirk Barthel, Normungsexperte des VDE: »Das Kapitel 800 ff. wurde aufgemacht, um Entwicklungen wie z. B. dem Smart Grid gerecht zu werden.« (5)

Smart Home & Metering Summit
Wichtige Hinweise, Erfahrungen und Informationsaustausch zu dem Thema kann auch der jährlich stattfindende »Smart Home & Metering Summit« im Konferenzzentrum München, veranstaltet vom WEKA Verlag am 28. und 29. Juni 2016, geben. Dort geht es um die aktuellen Entwicklungen im Smart Home und Smart Metering, neue Geschäftsmodelle und Allianzen sowie den Mehrwert durch Technologie, Busse, Kommunikation, Sensoren und Security. Ein Termin, den man sich vormerken sollte. Vielleicht treffen wir uns ja dort?

Quellen
(1) www.enel.it/it-IT/Pagine/contatore_elettronico.aspx, Stand: April 2015.
(2) Respondek, P: Der lange Weg zum intelligenten Netz, elektrobörse smarthouse 01/2016, S. 23 ff.
(3) Stromspiegel 2016, Stand: April 2016.
(4) DIN VDE 0100-801, Errichten von Niederspannungsanlagen – Energieeffizienz.
(5) Witzsch, M.: Effizienz nach Norm, VDEdialog 02/2016.

Seite 2 von 2

1. Energiewende: Smart-Meter-Rollout in Deutschland
2. Normen und Regeln im Wandel

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

devolo setzt auf den Rollout
Bundestag entscheidet im Sinne der E-Handwerke

Verwandte Artikel

elektroniknet

Porn Android gamesfootfetishbbdtsmusic