Safety, Security und Komfort

Sicherheitstechnik bei Zu- und Abgängen

3. Juli 2017, 12:43 Uhr | Jochen Sauer, Axis Communications
Eingangsbereich in einem Bürogebäude.
Sicherheit spielt an Zu- und Abgängen eine besondere Rolle.
© Axis Communications

Zu- und Abgänge haben seit ihren Ursprüngen eine große Entwicklung erlebt: von einfachen Flechtgittern aus Zweigen bis hin zu Türen und Toren mit vernetzter Sicherheitstechnik. Bei der Planung gibt es daher viel zu beachten.

An Zu- und Abgängen arbeiten verschiedene Gewerke aus den Bereichen Safety, Security und dem sogenannten Komfortbereich zusammen. Während die Security-Gewerke vor Angriffen oder Anschlägen schützen sollen, umfasst der Bereich Safety die Sicherheit der Menschen im Gebäude. In diesen Bereich fallen die Brandmeldeanlage, die Fluchtwegesicherung, die Sprachalarmierung und der Rauch- und Wärmeabzug. Beispiele für den Security-Bereich sind die Videosicherheitsanlage, die Zutrittskontrollanlage, die Einbruchmeldeanlage oder die Störmeldeanlage. Der Komfortbereich beschreibt Mensch-Maschinen-Schnittstellen (MMS), Gegensprechanlagen oder die Beschallungsanlagen, die im Hintergrund für Musik sorgen und zusätzlich für Durchsagen genutzt werden können.

Bei einer Zutrittskontrollanlage muss das System diverse Entscheidungen treffen – etwa, ob es die Tür öffnet oder nicht. Dafür benötigt es weitere vernetzte Geräte, die relevante Informationen für diese Entscheidung liefern. An Zu- und Abgängen müssen daher Videosprechanlagen, Zutrittskontrolle, optische und akustische Alarmierung, die Umfeld-Kamera, die Verschlussüberwachung, die Öffnungsüberwachung, die automatische Öffnung, die Personenzählung und die Beleuchtung reibungslos zusammenarbeiten. Das sind bereits bei einer Tür viele Gewerke.

Meist sind es aber gleich mehrere Türen in einem Gebäude, die ausgestattet werden müssen. Hier sind Anwender gut beraten, auf skalierbare Systeme mit Netzwerk-Controllern zu setzen. So kann das System mit dem Unternehmen wachsen, neue Controller werden einfach zusätzlich angeschlossen.

Vielseitige Einsatzgebiete

Über eine solche Zutrittsanlage – mit Intercom-System und Kamera – kann man mit dem Besucher sprechen, ihn dabei sehen und ihm gegebenenfalls die Tür öffnen. Besonders praktisch: Wird ein Besucher erwartet, erhält dieser einen QR-Code auf seinem Smartphone. Kommt der Besucher an, präsentiert er der Kamera einfach den QR-Code. Die intelligente Technik erkennt ihn und öffnet die Tür.

Praktisch ist das zum Beispiel bei Warenlieferungen im Einzelhandel: Kommt die Lieferung spät abends oder früh am Morgen, kann man dem Lieferanten Zugang zu einem bestimmten Bereich gewähren, weitere Räume bleiben ihm verschlossen. Man braucht also kein Personal für die Entgegennahme abzustellen. Oder denken Sie an ein Bürogebäude, in dem viele einzelne Unternehmen ihren Sitz haben und jedes seine eigene Zutrittskontrolle braucht. Mit der Vergabe von QR-Codes kann jeder seine Zutrittsberechtigungen selbst steuern. Außerdem dokumentiert das System alle Zutritte und vereinfacht die Verwaltung von Schlüsseln.

Einbruch-, Sprech-, Zutrittskontroll- und Videosicherheitsanlagen kommunizieren hier miteinander. Der Kontakt an der Tür übermittelt der Zentrale, ob die Tür geöffnet oder geschlossen ist. Dank der Kamera sieht die Person am Türöffner, wer vor der Tür steht. Mittels einer Sprechanlage kann zudem akustisch Kontakt aufgenommen werden. Ein wichtiger Punkt: Wie und wann wird die Aufzeichnung der Kamera am Eingang gestartet? Beispielsweise, wenn eine unbefugte Person versucht, sich über eine gestohlene Karte Zugang zu verschaffen? Oder, wenn die Tür gewaltsam geöffnet wird? Dann kann mittels offener und standardisierter Hilfs- und Anwendungsprotokolle eine intelligente Aufzeichnung (Vor- und Nachalarm) gestartet werden.

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  1. Sicherheitstechnik bei Zu- und Abgängen
  2. Eine Infrastruktur für alle Anwendungen
  3. Planung des Systems

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