Aufzug-Notruftelefone

Normkonforme Umrüstung ist Pflicht

17. April 2019, 10:24 Uhr | Wolfgang Hascher
Die Vorschriften gemäß EN 81-28 geben Richtlinien für die Notruf-Ausrüstung in Aufzügen.
Die Vorschriften gemäß EN 81-28 geben Richtlinien für die Notruf-Ausrüstung in Aufzügen.
© Behnke

2018 wurden neue Bestimmungen für den Aufzugnotruf mit der novellierten Fassung der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verabschiedet. Bis Mai 2020 gewährt der Gesetzgeber eine Übergangsfrist, um eine Nachrüstung oder Modernisierung der Aufzuganlagen zu gewährleisten.

Die Verordnung betrifft alle, die Arbeitsmittel oder überwachungsbedürftige Anlagen verwenden. Als solche gelten alle Aufzüge zur Personenbeförderung (z. B. Personenaufzüge, Lastenaufzüge, Bauaufzüge). Fehlende oder unzulängliche Notrufeinrichtungen (Nachrüstungsverpflichtung beim Fehlen eines 2-Wege-Kommunikationssystems nach BetrSichV bis 2020) stellen kurzfristige Gefährdungen nach DIN EN 81-28 dar. Hierzu zählen Sprechstellen sowohl auf, als auch in sowie unter der Kabine.

Einige wichtige Bestimmungen

Hier ein kleiner Auszug aus den entsprechenden Bestimmungen der EN 81-28

  • Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, die das Notrufsystem in die Lage versetzen, Notrufauslösungen auszufiltern.
  • Die Notrufeinheit muss der Befreiungsorganisation ermöglichen, den Aufzug zu identifizieren, selbst während Funktionsprüfungen.
  • Nach Betätigung der Notrufauslöseeinrichtung dürfen keine weiteren Aktionen von eingeschlossenen Benutzern notwendig werden. Nach Auslösen des Notrufs darf es dem Benutzer nicht möglich sein, die 2-Wege-Sprechverbindung zu unterbrechen. Während des Notrufs muss der Benutzer immer die Möglichkeit haben, diesen erneut auszulösen.
  • Die Notrufeinheit muss Notrufinformationen an eine alternative Alarmempfangseinrichtung senden können. Die Notrufeinheit muss zu Prüfzwecken das Eingangssignal eines Notrufs so häufig, wie es mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt ist, mindestens jedoch alle 3 Tage, automatisch simulieren (automatische Prüfung) und nachfolgend eine Verbindung zur Notrufzentrale über denselben Kommunikationsweg, wie er auch für den Notruf verwendet wird, aufbauen.
  • Notrufauslöseeinrichtungen müssen an Stellen eingebaut werden, an denen für Benutzer das Risiko besteht, sowohl im Fahrkorb als auch im Schacht eingeschlossen zu werden (siehe auch EN 81-20:2014, 5.2.1.6). Im Fahrkorb sollten sie auf oder in der Nähe des Fahrkorbtableau(s) angeordnet werden und müssen sich zwischen 850 mm und 1 200 mm über dem Fahrkorbboden befinden.

Eine normenkonforme Umrüstung will die Notrufzentrale Behnke GmbH mit Sitz im Saarland mit einem entsprechenden Produktportfolio anbieten.So sind z.B. die sichtbaren Signale von der Höhe so angeordnet, dass eine optimale Bedienung und Visibilität gewährleistet wird. Entsprechend der neuen Norm dienen die Piktogramme sowohl der Signalisierung von Anrufen, als auch der Störungsanzeige von nicht abgeschlossenen oder fehlerhaften Routinetests.
In modernen Aufzügen kommt die Hinterbau-Variante zum Einsatz. Vorhandene Taste und Piktogramme werden in der Kabine gemäß EN 81-28 an die Aufzugnotrufsprechstelle angeschlossen.

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