Bad Sodener Erklärung

Fachinformationen für sichere Smart Buildings

13. November 2017, 16:14 Uhr | Cornelia Meier
Logos von VdS und SmartHome Deutschland
© VdS

Smarte Gebäude sind Trend – stehen aber auch in der Kritik, weil Kriminelle oft zu einfach die Kontrolle über die Anlagen übernehmen können. Wie Errichter und Hersteller von Einbruchschutztechniken die Vernetzung sicher umsetzen können, zeigen Experten jetzt in der »Bad Sodener Erklärung«.

Auf der »Smart Home Security-Konferenz« in Bad Soden am Taunus diskutierten Experten von Industrie, Verbänden, Behörden, Versicherungswirtschaft und zertifizierenden Instituten jetzt Kernfragen zum Thema. Eines der Ergebnisse ist die »Bad Sodener Erklärung«, die Bürgern, Medien, Politik und Verwaltung Fakten rund um sichere Smart Buildings aufzeigen und Hilfestellungen für Entscheidungen bieten soll.

 

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Das sind die Kernaussagen der »Bad Sodener Erklärung«
  • Smarte Häuser und Wohnungen sind – wenn Smart-Home-Produkte fachgerecht installiert wurden – grundsätzlich sicherer als konventionelle. Smart Home ist dabei eine wertvolle Ergänzung zu mechanischer Sicherungstechnik.
  •  Fälle von Einbrüchen »per Handy« sind bisher nicht bekannt.
  • Bei Angriffen auf Smart Home bzw. IoT-Produkte steht aktuell nicht das Eigenheim im Fokus. Stattdessen wird versucht, Geräte und Dienste für andere kriminelle Zwecke zu missbrauchen.
  • Der Einsatz von Smart-Home-Technik kann vor Sach- und Personenschäden schützen und potentielle Einbrecher abschrecken.
  • Smart Home braucht nicht zwingend das Internet.
  • Sichere Router sind eine Grundvoraussetzung für Smart Home mit Internetzugang.
  • Cloud-Only-Lösungen sind potentziell gefährdet, da sie im Gegensatz zu rein lokalen Lösungen einen zusätzlichen Angriffsvektor bieten und sind gefährlich, da sie nicht über Notlaufeigenschaften verfügen.
  • Bestimmte Cloud-Dienste sind gut geeignet, eine sichere Kommunikation zwischen SmartHome Systemen, Bewohnern und Dienstleistern zu gewährleisten.

 

 

 

Fachgerechte Installation

Tipps und Informationen, wie genau das sichergestellt werden kann, bietet die Bad Sodener Erklärung. Sie rät unter anderem, dass Smart-Home-Produkte, wenn sie auch sicherheitstechnische Funktionen übernehmen, durch unabhängige Prüfstellen wie VdS zertifiziert sein sollen. Von Do-it-yourself-Montage wird abgeraten, damit die Produktqualität nicht durch Einbaufehler konterkariert wird. Nur eine fachgerechte Installation qualitativ hochwertiger Produkte durch zertifizierte Fachleute schützt zuverlässig.

Smart Home braucht auch nicht zwingend das Internet – wenn dies gewünscht ist, so sind sichere Router eine Grundvoraussetzung. Cloud-Only-Lösungen sind hier stärker gefährdet, da sie im Gegensatz zu lokalen Lösungen einen zusätzlichen Angriffsvektor bieten und nicht über Notlaufeigenschaften verfügen. Zudem sollen Hersteller ihre smarten Produkte während der durchschnittlichen Nutzungsdauer (für fest mit dem Gebäude verbundene Geräte i.d.R. zehn Jahre) überwachen und erkannte Sicherheitslücken umgehend schließen.

Die Bad Sodener Erklärung mit zahlreichen Informationen rund um sichere Smart Buildings finden Sie hier: vds.de/infothek


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