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Ralf Güthoff übernimmt General Management

19. April 2018, 14:32 Uhr | Peter Wintermayr
Ralf Gütthoff Raycap
Ralf Gütthoff: »Wir verfügen über ein extrem wettbewerbsfähiges Produktprogramm.«
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Mit Ralf Güthoff verstärkt Raycap sein Management. Zu seinen Kernaufgaben gehört insbesondere die Vermarktung der kürzlich vorgestellten Blitz- und Überspannungsschutzlösungen im deutschsprachigen Raum.

Zudem wird Güthoff das entsprechende Industrie- und Installationsangebot verantworten. Im April hatte Raycap offiziell neue Produkte der Überspannungsschutz-Baureihe ProTec (T1HS, T1H, ZP T1H und T2H) vorgestellt. Der Vertrieb dieser neuen Surge Protective Devices (SPDs) zählt zu den wichtigsten Aufgaben für den neuen General Manager Ralf Güthoff: »Wir sehen das endgültige Inkrafttreten der Neufassung der Normen VDE 0100-443 und VDE 0100-534immer näher rücken. Mit den neuen ProTec-SPDs bietet Raycap das passende Angebot. Seien es die verfügbaren Schutztypen, die Qualität oder die internationalen Zertifizierungen, wir verfügen über ein extrem wettbewerbsfähiges Produktprogramm. Diese Chance werden wir nutzen und Elektroplaner, Installateure sowie Endkunden überzeugen.«

Ralf Güthoff kann dabei auf langjährige Erfahrung zugreifen: Der ausgebildete sowie diplomierte Elektrotechniker war zuletzt bei der Lenze-Gruppe tätig, wo er insbesondere die Leitung des Produktmanagements im Service inne hatte und dort die Digitalisierungsthemen im Bereich Service vorangetrieben hat. Davor war er über 16 Jahre für Weidmüller aktiv, unter anderem im Produkt-Management für Überspannungsschutzlösungen. Güthoff berichtet direkt an den Geschäftsführer der Raycap GmbH, Dr. Kostas Samaras.

Der Transfer der jahrzehntelangen Erfahrung aus dem Bereich industrieller Schutzsysteme in den Building-Markt liegt nun in den Händen Güthoffs: Die erweiterte neue ProTec-Linie ist speziell für den Einsatz in Wohn- und Industriegebäuden gemäß der überarbeiteten VDE-Normen konzipiert. Daher sind die vier Produktfamilien in entsprechenden Ausprägungen auch gemäß den Anforderungen für Schutz nach Typ 1 sowie Typ 2 als Ableiter für Blitz- und Überspannung zertifiziert (EN/IEC, UL); entsprechende Tests fanden sowohl bei unabhängigen Testlaboren als auch in den Raycap-eigenen Einrichtungen statt.

Mit besonderem Augenmerk insbesondere auf den Gebäudemarkt hat Raycap ProTec ZP T1H entwickelt: Das leckstromfreie SPD wird direkt im unteren Anschlussbereich des Zählerplatzes auf dem vorhandenen 40mm-Stromschienensystem statt auf der TS35-Tragschiene angebracht. Bei dieser Lösung ist wie bei allen Produkten des Unternehmens eine vollautomatische Zustandsanzeige integriert, um die Betriebsbereitschaft anzuzeigen. Die ProTec-Systeme T1H und T1HS sind für den Einsatz im Vorzähler ausgelegt. Beide Ausprägungen erfüllen die Anforderungen nach Schutzsystemen des Typs 1, die HS-Variante ist dabei jedoch leistungsstärker und ist für eine Blitzstoßstrom-Ableitfähigkeit von bis zu 100 kA (10/350 ausgelegt. ProTec T2H schützt gemäß den Typ 2-Vorgaben als Überspannungsschutz und wird in den in den Unterverteilungen oder in den Hauptanschlusskästen installiert, wenn die Gebäude nicht über einen äußeren Blitzschutz verfügen.

Raycap hat bei der ProTec-Reihe die thermische Trennung neu entwickelt. Die ADV-Lösung, sogenannte »Ampel«-Indikatoren, weist frühzeitig auf die Notwendigkeit eines Austauschs hin ohne den Schutz aufzugeben. Gasableiter (GDT) gewährleisten im Verbund mit Varistoren (MOV), dass auch hohe Stromspitzen schnell verkraftet werden; zudem profitiert die Langlebigkeit von diesem Aufbau. Besonders für Installateure interessant: Die Steckmodule sind nach SPD-Typ und Netzspannung codiert, was ein Fehlstecken verhindert. Zudem hat Raycap mit dem patentierten Verriegelungsmechanismus die Vibrations- sowie Schock-Belastbarkeit optimiert. Raycap präsentiert die neuen Produkte sowie die etablierten Industrielösungen samt Blitz- und Energie-Monitoring auf der Hannover Messe in Halle 13 an Stand B10.

Die Verwendung von Schutzsystemen Typ 1 bzw. 2 ist in Neuanlagen gemäß der Neufassung der Normen VDE 0100-443 und VDE 0100-534ab 14. Dezember 2018 verbindlich vorgeschrieben. Eine entsprechende Vorgabe ist bereits seit 2016 in Kraft, derzeit läuft jedoch noch eine Übergangsfrist. Die Regelungen sollen Auswirkungen von Blitzeinschlägen und Netzschwankungen auf alle Gebäude reduzieren, in denen sich Menschen aufhalten. Vor allem die Brandgefahr durch Funkenbildung steht dabei im Mittelpunkt des Interesses.

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