ServiceValue

Marktanalyse Smart Home 2013 – eigentlich hochattraktiv

18. Juli 2013, 13:45 Uhr | Thomas Jungmann
Wenn das »Smart Home«-Technologiekonzept erklärt wird, finden 61 % der Befragten ein solches Angebot attraktiv bis sehr attraktiv, der Rest sieht für sich persönlich schlicht keinen Bedarf.
Wenn das »Smart Home«-Technologiekonzept erklärt wird, finden 61 % der Befragten ein solches Angebot attraktiv bis sehr attraktiv, der Rest sieht für sich persönlich schlicht keinen Bedarf.
© SMA

Vor dem Hintergrund einer Marktanalyse hat die ServiceValue GmbH, ein Kölner Analyse- und Beratungsunternehmen, Kunden von 13 Elektro- und Computer-Fachmärkten

zu den Themen »Smart Home« bzw. »Connected Home« befragt. Das vorliegende Ergebnis fiel teilweise ernüchternd aus. Es ergab, dass Hersteller, Händler und Dienstleister in puncto Aufklärung noch eine Menge zu tun haben, um die Potenziale im »Smart Home«-Geschäft zufriedenstellend ausschöpfen zu können.

Bei der Befragung galt es primär, folgende Punkte zu klären: Wie viel Kenntnis besitzen die Kunden bereits von der »Smart Home«-Technologie und ihren Einsatzmöglichkeiten, wie attraktiv sind diese und welche Barrieren halten die Kunden aktuell noch von einer Nutzung ab? Die Marktanalyse gibt darauf Antwort. Lediglich 27 % der Befragten haben bis dato überhaupt die Begriffe »Smart Home« bzw. »Connected Home« gehört, über 40 % haben laut Studie keinerlei Vorstellung davon, was sich dahinter verbergen könnte. Nach entsprechender Information zur »Smart Home«-Technologie wird diese von den Befragten jedoch als hochattraktiv bewertet.

Genauer: Wenn das »Smart Home«-Technologiekonzept erklärt wird, finden 61 % der Befragten ein solches Angebot attraktiv bis sehr attraktiv, der Rest sieht für sich persönlich schlicht keinen Bedarf. Hauptgründe gegen »Smart Home«-Lösungen sind aus Kundensicht – neben den (noch) zu hohen Kosten – die mangelnde Datensicherheit und fehlende einheitliche technische Standards. Darüber hinaus sehen die Befragten, wie aus der Erhebung hervorgeht, Optimierungspotenziale bei der Bedienbarkeit und Installation sowie bei der grundsätzlichen Information über diese neue Technologie.

Der eigene Informationsstand zu den technischen Möglichkeiten, den Herstellern, dem Produktangebot sowie der Installation und Bedienung wird von den Befragten konsequenterweise nur mit der Schulnote »drei minus« bewertet. Trotz dieser schlechten Selbsteinschätzung des eigenen Informationsstandes würde über die Hälfte der Befragten die Auswahl und Konfiguration von »Smart Home«-Geräten selber durchführen wollen. Gut ein Drittel würde bei Unternehmen Rat suchen: Klar vorne in der Kundengunst liegen dabei spezialisierte Gebäudetechnik- oder Home-Automations-Unternehmen sowie Elektrofachhändler. Aber auch Hersteller von Unterhaltungselektronik- oder Haushaltsgeräten, Elektroinstallateure sowie IT-Softwareunternehmen können hier punkten. »Die Teilnehmer an dem Zukunftsmarkt Smart Home haben gegenwärtig noch gute Chancen, sich beim Kunden zu positionieren«, weiß Stefan Heinisch, Senior Manager der ServiceValue GmbH. »Sie sollten dazu allerdings zeitnah dem Kundenbedarf nach mehr Sicherheit, einheitlichen technischen Standards und deutlich mehr Information nachkommen.«

Für die »eigenen vier Wände« sehen die Befragten laut Studie zukünftige Einsatzmöglichkeiten vor allem in den Bereichen der Energieeffizienz und Sicherheit, Komfortaspekte haben hingegen eine deutlich geringere Relevanz. Die zunehmende Verbreitung von »Smart Home«-Technologie im Bereich Multimedia und Home Entertainment wirke für weitere Einsatzbereiche barrieresenkend und somit in Richtung eines rascheren Nachfragezuwachs.

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Die 240-seitige »Marktanalyse Smart Home 2013« kann über die ServiceValue GmbH bezogen werden (E-Mail an Sandra Gemein). Sie basiert auf einer im Juni durchgeführten Befragung von über 1.000 Kunden und enthält detaillierte Auswertungen zu den Kunden von 13 großen Elektro- und Computer-Fachmärkten: Arlt, Atelco, Conrad, EP: (ElectronicPartner), Euronics, expert, Gravis, K&M, Media Markt, Medimax, PC Spezialist, ProMarkt, Saturn.