IGT Institut für Gebäudetechnologie

Der einfache Weg zum Smart Home

5. September 2013, 11:53 Uhr | Heinz Arnold
Prof. Michael Krödel, IGT: »Im ersten Schritt sollte über einen Fragenkatalog ermittelt werden, welche Anforderungen der Kunde stellt. Denn meist weiß der potenzielle Anwender ja selber nicht so genau, was er machen will und welche technischen Möglichkeiten und Kosten dem gegenüberstehen.«
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Wie lässt sich das Heim kostengünstig so automatisieren, dass die Bewohner bequemer als bisher wohnen, sich sicherer fühlen und in der Investition einen Nutzen sehen? Prof. Dr. Michael Krödel, Geschäftsführer des IGT Institut für Gebäudetechnologie, hat einen Prozess entwickelt, mit dem Elektrofachunternehmen den Interessenten schnell einen Überblick über Funktionsumfang und Kosten geben können.

Wie stellen Sie sich ein Smart Home vor?
Prof. Michael Krödel: Der Begriff umschreibt Techniken, die den Hausbewohnern Arbeit abnehmen und es ihnen ermöglichen, komfortabler und sicherer als bisher zu wohnen. Das impliziert auch, dass die Bewohner ohne Einweisung oder umfangreiche Anleitungen mit den Systemen umgehen können, dass sie für sich einen Nutzen erkennen und dass sie ihr Leben im automatisierten Haus als komfortabel empfinden.

Oft sieht man das Smart Home als Element des Smart Grid, das in dieser Rolle nichts weniger tun soll, als zum Gelingen der Energiewende beizutragen. In Ihrer Definition kommt aber die Möglichkeit, Energie zu sparen, gar nicht vor?
In Privathaushalten lassen sich so im Durchschnitt 5 Prozent der elektrischen Energie einsparen. Im Gegensatz zu Nichtwohngebäuden, in denen die Möglichkeit der Energieeinsparung zu den wichtigsten Triebfedern für die Automatisierung gehört, steht die Energieeinsparung in Privathaushalten deshalb nicht im Vordergrund. Hier zählen vor allem Sicherheit und Komfort. Erst wenn diese Punkte erfüllt sind, dann ist die Möglichkeit, Energie zu sparen, noch ein weiteres interessantes Argument.

Im automatisierten Haus kann man zwei Bereiche unterscheiden: die Raumautomation, zu der Temperaturregelung, Lichtsteuerung, Beschattung gehören, und die Anlagenautomatisierung, die Heizung, Lüftung, Klima umfasst. Muss beides integriert sein, um von einem Smart Home sprechen zu können?
Weil Energiesparen im Wohnhaus eher drittrangig ist, spielt hier die Integration der Anlagensteuerung - im Gegensatz zum Nichtwohngebäude - keine große Rolle. Die Raumautomatisierung reicht also zunächst aus, um von einem Smart Home zu sprechen.


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  2. Zentral - dezentral: Die Grenzen verschwimmen
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