Temporäre Messungen

Was es zu beachten gilt

10. Februar 2017, 10:51 Uhr | Knud Clausen, Econ Solutions GmbH
Stromzähler
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Die Nachfrage nach Energieeffizienz-Maßnahmen und Energiemanagementsystemen steigt. Temporäre Messungen bilden eine hervorragende Basis für beides – wenn ein paar Aspekte berücksichtigt werden.

Ob es darum geht, den Energieeinsatz zu optimieren oder gar ein eigenes Energiemanagementsystem aufzubauen: Für beide Vorhaben sind aktuelle Messwerte erforderlich. Denn erfahrungsgemäß weichen Annahmen und Schätzwerte von der Realität ab. Das kann daran liegen, dass die tatsächliche Energieaufnahme von Gebäuden, Anlagen und Maschinen nicht mit den teils berechneten Angaben des Herstellers übereinstimmt. Viel häufiger jedoch werden die Betriebsstunden oder die Auslastung einer Maschine oder Anlage einfach falsch eingeschätzt.

Plant man eine Messung, stellt sich also zunächst die Frage, wo gemessen werden soll. Ein Orientierungspunkt hierfür ist: Das zu erwartende Einsparpotenzial sollte deutlich höher sein als die hierfür notwendige Messtechnik und deren Installationsaufwand. Anlagen der Querschnittstechnik oder mobile Geräte wie Öfen oder Temperiergeräte bleiben daher oftmals unbeachtet. Doch wenn die Laufzeiten dieser Aggregate in die Betrachtung einbezogen werden, ergibt sich oftmals ein anderes Bild. So ist beispielsweise die nominelle Leistungsaufnahme gemäß Typenschild von Druckluft- und Kühlungssystemen meist gering, als Dauerläufer bieten sie trotzdem großes Einsparpotenzial beim Verbrauch.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Planung einer Messung ist die Beeinflussbarkeit. Maschinen oder Anlagen, deren Verwendung nicht geändert und vorhergesehen werden kann, wie etwa Aufzüge, muss man nicht in die Energiedatenerfassung aufnehmen. Anders bei einer Druckluft-Anlage: Mit optimierten Einstellungen, Bezugs- oder Nutzungsänderungen oder Abdichtungen lässt sich der Verbrauch oft erheblich reduzieren.


  1. Was es zu beachten gilt
  2. Ein guter Anfang
  3. Fehler vermeiden
  4. Keine Erkenntnisse ohne Kennzahlen

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