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Mit Energiespar-Contracting zu mehr Energieeffizienz in Gebäuden

17. Juli 2013, 15:47 Uhr | Thomas Jungmann
Die Siemens-Division Building Technologies analysierte beim SGS-Institut Fresenius am Standort Taunusstein über zwei Monate den Energieverbrauch. Die Analyse im Auftrag der SGS-Gruppe lieferte einen umfassenden Überblick über die energiebezogenen Pro
Die Siemens-Division Building Technologies analysierte beim SGS-Institut Fresenius am Standort Taunusstein über zwei Monate den Energieverbrauch. Die Analyse im Auftrag der SGS-Gruppe lieferte einen umfassenden Überblick über die energiebezogenen Prozesse und den Ist-Zustand des Energiemanagements.
© SGS

Derzeit setzt das SGS-Institut Fresenius am Standort Taunusstein im Rahmen eines so genannten Energiespar-Contracting

zusammen mit Siemens konkrete Energieeffizienzmaßnahmen um. Insgesamt wird der SGS-Standort nach Hochrechnungen der beteiligetn Experten etwa 20 Prozent CO2 pro Jahr einsparen – so viel, wie ein VW Golf 1.4 TSI ausstoßen würde, wenn er 125-mal auf dem Äquator die Welt umkreisen würde. Zuvor analysierte die Siemens-Division Building Technologies am Institut über zwei Monate den Energieverbrauch mit dem konkreten Ziel Energiesparpotenziale zu identifizieren.

Den Kosten für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen stehen Einsparungen im unteren sechsstelligen Eurobereich gegenüber. Mit diesen Einsparungen rechnen sich die notwendigen Investitionen in die Energieeffizienzmaßnahmen innerhalb von 3,7 Jahren. Siemens übernimmt dabei die Zwischenfinanzierung und garantiert SGS die über die Vertragslaufzeit festgelegten Energie- und Kosteneinsparungen. Dieses über mehrere Jahre laufende Modell nennt sich Energiespar-Contracting. Die aus dem Projekt erzielten Einsparungen nutzt SGS, um die Energieeffizienz im Unternehmen weiter zu steigern.

Die konktreten Maßnahmen umfassen den Wechsel von Öl- zu Gasheizung und die Einführung eines Blockheizkraftwerks, die Installation eines hocheffizienten Heizkessels und die Optimierung des Gebäudeautomationssystems. Nach der Umsetzung überwachen Siemens-Experten per Remote-Zugriff den Energieverbrauch aus der Ferne. Ebenso zum Einsatz kommt ein »Green Building Monitor«, wie er schon am Hauptsitz der SGS-Gruppe in Genf installiert ist. Der Monitor informiert Mitarbeitern und Besucher über den aktuellen Energieverbrauch und liefert Zahlen und Fakten rund um die Energie. Das soll zusätzlich dazu motivieren, Energieressourcen zu schonen.

Energiespar-Contracting ist Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 33 Milliarden Euro erzielte. Kunden haben nach Angaben des Anbieters mit entsprechenden Produkten und Lösungen im selben Zeitraum mehr als 330 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht der Masse, die Berlin und Delhi, Hongkong, Istanbul und London sowie New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 in einem Jahr ausstoßen.


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