Fraunhofer-Institut

Elektronisch gesteuerte Türdichtung entwickelt

5. Juni 2013, 16:25 Uhr | Pamela Schröder
Seit Juni im Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg zu sehen: Das Türdichtungssystem des IMS.
Seit Juni im Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg zu sehen: Das Türdichtungssystem des IMS.

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektrische Schaltungen und Systeme (IMS) haben in Kooperation mit der Firma Athmer ein intelligentes Türdichtungssystem entwickelt.

Wer das System nutzt, spart sich nicht nur das regelmäßige Lüften: Die Türdichtung funktioniert auch als Kältefeind, indem sie dämmt und so stets für ein perfektes Raumklima sorgt.

Die elektronisch gesteuerte Türdichtung der IMS-Ingenieure öffnet oder schließt sich je nach CO2-Menge im Zimmer. Ein CO2-Sensor registriert den Gehalt in der Luft. Steigt dieser über einen bestimmten Schwellenwert, steuert ein kleiner Motor über eine Feder die Türdichtung am unteren Teil des Türflügels. Die Dichtung zieht sich nach oben, durch den Schlitz kann sich die Raumluft austauschen. Gleichzeitig schaltet das System über die Gebäudeleittechnik die Lüftungsanlage ein, die verbrauchte Luft aus dem Raum befördert.

Das Türdichtungssystem ist elektronisch an die Gebäudeleittechnik gekoppelt. Ist eine Lüftungsanlage oder gar eine Wärmerückgewinnungsanlage vorhanden, können diese abhängig vom CO2-Gehalt und der Temperatur im Raum zusätzlich angestellt werden.

Schon jetzt haben die Fraunhofer-Forscher weitere Anwendungen im Visier: Die Türdichtung soll auch helfen, die Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Nutzgebäuden besser zu regulieren. Schimmelbildung zu Hause und trockene Augen im Büro könnten so bald der Vergangenheit angehören.

www.athmer.de