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Effizienzhaus Plus mit Elektromobiliät

8. Juli 2013, 15:43 Uhr | Pamela Schröder
Effizienzhaus Plus

Das Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität der Bundesregierung zeigt, wie ein energieeffizientes und klimaneutrales Leben ohne Komfortverzicht möglich ist.

Die Bereiche Wohnen und Mobilität benötigen derzeit etwa 70 Prozent der Endenergie und verursachen zirka 40 Prozent der CO2-Emissionen. Diese Zahlen beweisen: Der sorgsame Umgang mit Energie betrifft die zentralen Lebensbereiche eines jeden Einzelnen. Vorgehensweisen und Produkte, die es möglich machen, gerade hier Einsparungen zu realisieren, erhalten zunehmende Bedeutung. Als Ergebnis des Realisierungswettbewerbs der Bundesregierung entstand unter Federführung des Architekten Prof. Dr. Werner Sobek und seinem Team das Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität. Anhand eines tatsächlich gebauten, modernen und ansprechenden Gebäudes sollte das Zusammenspiel von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Bereich Bauen und Wohnen nach dem neuesten Stand der Technik gezeigt werden. Klimaneutrales Wohnen und die Nutzung von Elektrofahrzeugen sollten hierbei miteinander verknüpft werden und den Bewohnern größtmöglichen Komfort und Lebensqualität bieten.

Das Gebäude der Zukunft
Das 130 Quadratmeter große Einfamilienhaus wurde energetisch optimal konzipiert. Die Dachfläche und die Südseite der Fassade wurden für die Energiegewinnung durch Photovoltaik genutzt. Zur Vermeidung von Wärmeverlusten wurde die Fassade nach Norden hin geschlossen gehalten. Der Hauseingang befindet sich an der Westseite des Gebäudes. Neben dem Parkplatz für die Elektrofahrzeuge befindet sich hier auch die Ladestation für die Autos. Die privat genutzte Terrasse sowie eine Grünfläche liegen an der Ostseite des Hauses. Die Konstruktion des Erdgeschoss-Bodens sowie das Dach und die Deckenkonstruktion wurden in Holztafelbauweise erstellt. Gleiches gilt für die tragenden äußeren und inneren Wände. Die 56,25 cm starke Gebäudehülle wurde durch das Einblasen von Dämmstoff-Material aus Zellulose hoch wärmegedämmt. Die Ost- und Westfassade sind vollständig mit einer Dreifach-Isolierverglasung versehen. Die Wohnräume verteilen sich über zwei Geschosse, wobei sich der Wohn- und Essbereich im Erdgeschoss befindet und die Schlafräume im Obergeschoss. Eine modulare Bauweise ermöglicht die flexible Nutzung des Gebäudes.

Kombinierte Energiequellen
Für die Energieversorgung werden zwei verschiedene Energiequellen genutzt. Im Winter sorgt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für die notwendige Heizenergie, die aus der Außenluft erzeugt wird und in eine Fußbodenheizung eingespeist wird. Der Strom, der aus der etwa 170 Quadratmeter großen Photovoltaik-Fläche gewonnen wird, dient dem sofortigen Verbrauch. Er kann aber auch in der hauseigenen Lithium-Ionen-Batterie zwischengespeichert und somit zu einem späteren Zeitpunkt verbraucht oder zur Aufladung der Elektrofahrzeuge genutzt werden. Stromüberschüsse können zudem in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist werden.

Innovative Beleuchtungssteuerung
Die Vollglas-Flächen an der Ost- und Westseite des Gebäudes vermitteln ein großzügiges Raumgefühl und sorgen dafür, dass sehr viel Tageslicht die Räume durchflutet. Reicht das Tageslicht nicht mehr aus, kommen energieeffiziente, dimmbare LED-Leuchten zum Einsatz. Zur Optimierung des Energieverbrauchs, der durch die künstliche Beleuchtung entsteht, werden Präsenzmelder eingesetzt. Für die sensorische Erfassung in geschlossenen Räumen sind sie perfekt geeignet. Im Gegensatz zu Bewegungsmeldern erfassen sie selbst minimale Bewegungen auch bei sitzenden Tätigkeiten. Durch eine hochauflösende präzise Sensortechnologie reagiert ein Präsenzmelder bereits auf unmerkliche Bewegungen und erkennt somit fehlerfrei die Anwesenheit von Personen in einem Raum. Seine Aufgabe ist es, Licht nur dann einzuschalten, wenn ein bestimmtes Lichtniveau unterschritten ist und das Licht auch wirklich benötigt wird, das heißt, wenn die Räume auch wirklich genutzt werden. Registriert der Präsenzmelder keine Anwesenheit mehr schaltet sich die angeschlossene Leuchte nach Ablauf einer wählbaren Nachlaufzeit wieder ab. Dies ist auch der Fall, wenn sich zwar Personen im Raum befinden, aber die Umgebungshelligkeit ausreichend ist und somit künstliches Licht nicht benötigt wird.

Control Pro IR Quattro
Beim Bau des Effizienzhauses Plus mit Elektromobilität entschied sich das Architektenteam für die Präsenzmelder-Familie Control Pro von Steinel Professional. Prädestiniert für die Erfassung in geschlossenen Räumen können mit der Präsenzmelder-Familie Control Pro unterschiedlichste Erfassungsaufgaben gelöst werden. Sie umfasst drei Infrarot- und zwei Hochfrequenz-Varianten für verschiedene Einsatzbereiche. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten und der Erfassungseigenschaften kam im Effizienzhaus Plus der Presence Control Pro IR Quattro als Passiv-Infrarot-Präsenzmelder für die Montage unter die Wohnraumdecken zum Einsatz. Insgesamt steuern 13 Präsenzmelder die Beleuchtung in diesem Gebäude. Als Gerät der Profi-Klasse kann er mit 13 Erfassungsebenen und 1.760 Schaltzonen kleinste Bewegungen in einem Raum zuverlässig registrieren. Eine quadratische Linse sorgt dabei für eine raumtypische quadratische Erfassung mit hervorragender Qualität. Dank der mechanischen Einstellbarkeit der Reichweite kann er individuell auf die Erfassungsaufgabe im Raum angepasst werden und ist auch bei Veränderung der Raumnutzung flexibel einsetzbar. Der IR Quattro deckt einen echten Präsenzbereich von 16 Quadratmetern ab, der sich bei radialer Erfassung auf 25 Quadratmeter und bei tangentialer Erfassung sogar auf 49 Quadratmeter ausweitet. Die Messung des Lichtniveaus erfolgt mithilfe einer Photodiode. Sie erkennt den eingestellten Helligkeitswert, der zwischen 10 und 1.000 Lux liegen kann. Der komfortable Teach-Modus ermöglicht zudem die Speicherung der Umgebungshelligkeit.

 

 

 

Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität

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