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Durch moderne Gebäudetechnik keine konventionelle Heizung nötig

24. Juli 2013, 9:30 Uhr | Thomas Jungmann
Im Beisein zahlreicher Gäste aus dem wirtschaftlichen und politischen Leben fand am 5. Juli in Lüdenscheid die offizielle Einweihung des Dial-Neubaus an der Bahnhofsallee statt.
Im Beisein zahlreicher Gäste aus dem wirtschaftlichen und politischen Leben fand am 5. Juli in Lüdenscheid die offizielle Einweihung des Dial-Neubaus an der Bahnhofsallee statt.
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Am 5. Juli hat Dial einen Neubaukomplex eingeweiht, der dank seiner besonderen technischen Gebäudeausrüstung ohne konventionelle Heizungsanlage auskommt.

Neben den Büros für die Mitarbeiter musste Raum für ein lichttechnisches Messlabor, das »Schwarze Labor« und ein Lichtexperimentallabor, das »Weiße Labor«, ausgestattet mit zwei Hubdecken, geschaffen werden. Weiterhin finden in dem Gebäude ein Gebäudesystemtechnik-Prüflabor, mehrere Seminarräume, ein Ausbildungslabor und ein Catering-Bereich Platz.

Das Thema Energieeffizienz schlägt sich vor allem in einer 30 cm starken Wärmedämmung und einer luftdichten Gebäudehülle nieder. Jedoch benötigen die Menschen in dem Gebäude Luft. Hierfür wurde eine »künstliche Lunge« eingebaut – die Lüftungsanlage, die sich auf dem Dache des Gebäudes befindet. Durch diese »Nase« fließen jede Stunde 24.000 Kubikmeter frische, gefilterte Luft durch das Gebäude. Und genau wie beim Menschen, wo bei der Nasenatmung vortemperierte Luft in die Lungen strömt, ist die Lüftungsanlage mit einem hocheffizienten Wärmetauscher ausgestattet, der 85 % der Abluft-Energie in die Zuluft überträgt. So wird z. B. die Zuluft bei 0 Grad Außentemperatur auf 15 Grad ohne Zusatzenergie vorgeheizt.

Wird mehr Wärme benötigt, beginnt beim Menschen die chemische Energieumwandlung von Nahrung zu Wärme durch Muskelarbeit – gesteuert durch unser Gehirn und Nervensystem. Im Dial-Gebäude wird diese Arbeit von insgesamt 6 Wärmepumpen übernommen, die mit Hilfe elektrischer Energie der Außenluft im Winter Wärme entziehen und der Innenluft zuführen und im Sommer Wärme an die Außenluft abgeben und das Gebäude so kühlen. Gesteuert wird das Ganze über mehrere vernetzte Zentraleinheiten, deren fünf Subbusse mit den dezentralen Komponenten im ganzen Gebäude vernetzt sind. Die Entscheidung für dieses Technologiekonzept führt dazu, dass trotz monoenergetischem Gebäude (d. h. als Energie wird ausschließlich Strom eingesetzt) 28 % weniger Energie benötigt werden, als die gültige Energieeinsparverordnung zugelassen hätte.


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