Energieeffizienz-Studie|Rexel

Deutsche Elektrotechniker setzen auf das »Smart Home«

26. Juli 2013, 10:21 Uhr | Thomas Jungmann
Während Verbraucher die Marktentwicklung des »Smart Home« vorantreiben, wünschen sich Installateure mehr Unterstützung in erster Linie seitens der Hersteller entsprechender Produkte.
Während Verbraucher die Marktentwicklung des »Smart Home« vorantreiben, wünschen sich Installateure mehr Unterstützung in erster Linie seitens der Hersteller entsprechender Produkte.
© RWE

Elektriker und Elektroinstallateure in Deutschland setzen auf das intelligente Zuhause, das »Smart Home«.

Während Verbraucher die Marktentwicklung vorantreiben, wünschen sich Installateure mehr Unterstützung in erster Linie seitens der Hersteller entsprechender Produkte. Dies und mehr ergab eine Studie im Auftrag der »Rexel Foundation for a Better Energy Future«, für die Elektriker und Elektroinstallateure zum Thema Energieeffizienz befragt wurden. So bieten inzwischen 70 Prozent Lösungen für die energieeffiziente Steuerung automatisierter Eigenheime an. Ausschlaggebend für dieses Angebot sei für fast ebenso viele der Betriebe (68 Prozent), dass Verbraucher nach Möglichkeiten zur Stromkostensenkung suchen.

Neben den Kundenanfragen gibt es laut Studie noch vier weitere Gründe, die die Elektriker zum Einstieg in den »Smart-Home«-Markt motiviert haben: 46 Prozent der Befragten versprechen sich durch das Angebot solcher nachhaltigen und zukunftsträchtigen Lösungen eine bessere Kundenbindung und ein gutes Drittel verspricht sich eine Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Doch auch umsatzunabhängige Überlegungen spielen eine Rolle: 43 Prozent interessieren sich schlicht für neue Technologien und 38 Prozent der Elektriker lassen sich von ihrem grünen Gewissen leiten.

Gefragt nach ihren Wünschen bei der Unterstützung für Elektrobetriebe bei Beratung und Verkauf gaben zwei Drittel an, dass niedrigere Produktpreise helfen würden. Neben dem Kostenaspekt, der auch für die Endverbraucher am wichtigsten ist, wünschen sich die Elektriker vor allem Hilfe bei der Auswahl und Einschätzung der Produkte und wie sie deren Nutzen ihren Kunden näher bringen können. So wünscht sich über die Hälfte (52 Prozent) spezielle Schulungen für Audits und den Einbau der Geräte sowie 48 Prozent bessere Leistungsindikatoren für den Produktvergleich. »Das Problem ist auszusieben, was veraltet und was wirklich interessant ist«, kommentierte der Leiter eines Planungsbüros dieses Thema bei der Befragung. Knapp zwei Drittel (62 Prozent) würden gern ihre Kenntnisse der Besonderheiten und des Nutzens von Produkten und Technologien erweitern, mit einem besonderen Schwerpunkt auf ein für Endverbraucher verständliches Vokabular, um den zusätzlichen Wert und die Einsparungen deutlich machen zu können. Ergänzend dazu wünschen sich 47 Prozent Software, um Amortisierungszeiten und Rentabilität der Lösungen besser darzustellen zu können.

Eine klare Mehrheit von 72 Prozent der Elektriker schließlich würde jungen Kollegen zu einer Spezialisierung im Energieeffizienzsektor raten, nur ein Viertel (26 Prozent) rät davon ab. Einige der Befragten gehen sogar noch weiter und halten die Spezialisierung nicht nur für eine Zukunftschance für die jüngsten Mitglieder ihrer Zunft, sondern angesichts der steigenden Kosten und der Verfügbarkeit von Ressourcen als zwingend notwendig.


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