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Melden und Alarmieren mit dem KNX

02. Oktober 2019, 12:00 Uhr   |  Wolfgang Hascher

Melden und Alarmieren mit dem KNX
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Das KNX-MAT ohne Rahmen und Gehäuse mit einer gelaserten Beschriftungsplatte. Farbe: Schwarz eloxiert; Farbe LED-Gehäuse: Glanz-Chrom.

Es stellt sich fast täglich die Aufgabe, Zustände von Fenstern, Türen, die Temperatur, den Druck, die Luftgüte (CO2), verschiedene Füllstände oder nur eine Leckage zu überwachen und die entsprechenden Messwerte an eine zentrale Stelle weiterzuleiten.

Da der KNX in seinen Einsatzmöglichkeiten fast unbegrenzt ist, könnte die Liste der zu überwachenden physikalischen Größen beliebig fortgesetzt werden.

Die KNX Association hat eine schier »endlose« Liste von Datenpunkttypen DPT 9 und DPT14 bereitgestellt, die sehr zukunftsorientiert ist. Eine Umsetzung von mit Hilfe einer PC-gestützten Visualisierung ist möglich, aber nicht jedermanns Sache, da es zusätzlicher Hard-, Software und Schnittstellen bedarf. Daher gibt es jetzt das Melde- und Alarmtableau KNX-MAT, dass die physikalischen Größen direkt verarbeiten kann und ohne Hilfsspannung, PlugIn und zusätzliche Logikbausteine auskommt. Die Funktionalität dieses neuen Gerätes wird nachfolgend ausführlich beschrieben.

Hardware: Anzeige und Bedien­möglichkeiten

  • 11 RGB-LEDs im Lichtleitergehäuse IP67
  • 1 interne Taste mit LED-Ring (rot/grün)
  • 1 externer potenzialfreier Binäreingang z. B. für Nebenstelle »Schlüsselschalter«
  • 1 externer LED-Ausgang für eine zweifarbige LED (rot/grün) z. B. für Nebenstelle »Schlüsselschalter«
  • Akustische Meldung:
  • Integrierter Summer als Alarmmeldung oder frei programmierbar

Externe Anschlüsse: Für den zusätzlichen Binäreingang und den LED-Ausgang steht ein vierpoliger Steck-Schraubanschluss zur Verfügung. Dieser kann auch als Nebenstelle für den GePro-Schlüsselschalter verwendet werden.

Funktionsweise des Melde- und Alarmtableaus

Die elf RGB-LEDs sind mit 1bit-, 1byte-, 2byte-, 3byte- und 4byte-Objekten frei parametrierbar, das heißt die physikalischen Größen können direkt ohne externe Umrechnung oder Logik verarbeitet werden. Neben der üblichen Störmeldeüberwachung von z. B. Fenster und Türen (1bit) können jetzt auch die Zustände von Ventilen, Jalousien usw. (1byte) überwacht und gegebenenfalls unterschiedlich farblich dargestellt werden. Mit den 2byte- und 4byte-Objekten können mit Schwellwert und Hysterese Temperaturen, Füllstände, Druck, Spannungen und Ströme überwacht werden. Insbesondere die Analogwertverarbeitung bietet ein breites Spektrum möglicher physikalischer Größen.

Es spielt keine Rolle, welcher Absolutwert, ob Temperatur (vorzeichenbehaftet DPT 14.068), Helligkeit (sowohl 0 lux, als auch große Werte 100.000 lux DPT 9.004) oder Windstärke (kein Vorzeichen DPT 14.065) überwacht werden soll. Um auch für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein, kann nicht nur das Vorzeichen geändert, sondern bei Bedarf auch zwei Stellen hinter dem Komma genau eingegeben werden.
Um hier keine Eingabefehler zu machen, ist es wichtig, die Begrifflichkeiten zu verstehen: Unter »Schwellwert« ist der Schwellwert als Absolutwert entsprechend des der auszuwertenden physikalischen Größe gewählten DPT zu verstehen.
Die Hysterese ist der Wert in Prozent bezogen auf den Schwellwert.

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