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RWE gründet GmbH für Kommunikationsstandard Lemonbeat

20. November 2015, 10:29 Uhr   |  Hagen Lang

RWE gründet GmbH für Kommunikationsstandard Lemonbeat
© Lemonbeat GmbH

RWE hat die Lemonbeat GmbH zur Vermarktung des neuen Kommunikationsstandards gegründet. Geschäftsführer ist der bisherige Leiter des Produktmanagements bei RWE Effizienz, Holger Wellner, aus dessen vormaligen Geschäftsbereich RWE SmartHome das Kommunikationsprotokoll hervor ging.

»Mit Lemonbeat ist uns die Entwicklung einer neuen Sprache gelungen, die die grundlegenden Herausforderungen des Internets der Energie löst«, sagt Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG: »Mit einer eigenen Gesellschaft wollen wir diesen Standard erfolgreich international verankern.« Ziel der Gesellschaft ist es, die Standardisierung von Lemonbeat voranzutreiben, neue Partner zu gewinnen und das Angebot an Lösungen für die Anwendung weiterzuentwickeln. Bislang steht das Lemonbeat-Protokoll über vorkonfigurierte Chips sowie Software-Lizenzen für die Nutzung in verschiedenen Devices zur Verfügung.

Lemonbeat setzt an der Kommunikation des Internets der Dinge an. Die unterschiedlichsten Geräte und Anwendungen sollen miteinander kommunizieren und interagieren. Dazu müssen sie dieselbe Sprache sprechen. Diese hat RWE mit dem Sprachstandard »Lemonbeat smart Device Language« (LsDL) geschaffen. Lemonbeat kann sowohl als Komplettlösung verwendet werden, als auch mit anderen Übertragungswegen wie Thread, Bluetooth, WLAN oder Ethernet zusammenarbeiten. So dient sie als einheitliche Plattform. Dabei ist Lemonbeat kompakt und gleichzeitig erweiterbar. Dadurch eignet sich der Standard gleichermaßen für einfache Geräte und komplexe Industriemaschinen.

Die Lemonbeat Smart Device Language basiert auf XML-Standards, unterstützt unterschiedliche Netzwerktopologien und Übertragungswege wie Ethernet, WLAN, Bluetooth, Powerline etc. Die Full Stack Option ist Ipv6-basiert, verfügt über eine starke, vom Transport Layer unabhängige Verschlüsselung und kann durch ihre Abstraktions-Methodologie viele Geräte ansprechen, vom einfachen Schalter bis zum komplexen autonomen System. ETSI-Norm-kompatible Lemonbeat Chips zur Implementation mittels Device Development Kit sind bei der Lemonbeat GmbH erhältlich.

Das Unternehmen gibt an, dass sich die Implementationskosten durch den Einsatz von Ipv6 um 20 bis 40 Prozent senken lassen würden. Eine Reihe von Diensten wie OTAU, eine Uhr und Kalender-Funktionen sind bereits eingebaut. Die Wake-On-LAN-Funktion macht Lemonbeat für den Einsatz mit batteriegetriebenen Geräten geeignet. Eine patentierte Channel-Hopping-Funktion im 868 MHz-Band soll die Übertragungsrate verbessern. Der Bald erhältliche Device Development Kit soll ein SIP Modul, eine 868 MHz-Antenne, einen Jtag Adapter, ein Netz- und USB-Kabel sowie Software, Beispielcode und eine Anleitung enthalten.

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