Raycap

Know-how und Erfahrung

Raycap-Firmensitz
Seit geraumer Zeit kommt das Know-how von Raycap auch dem Gebäudemarkt zugute.
© Raycap GmbH

Telekommunikations- und Energienetze, gewerbliche Anlagen und Privathäuser oder Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie aus Sonne oder Wind: In all diesen Umgebungen können Überspannungen großen Schaden anrichten. Unternehmen wie Raycap entwickeln solche Überspannungsschutz-Systeme.

Schon seit 1987 entwickelt und verkauft das Unternehmen dafür weltweit entsprechende Produkte. Die über Jahrzehnte gesammelte Erfahrung aus dem Industriebereich kommt dabei seit einiger Zeit auch dem Gebäudemarkt zu Gute.
»Wir hören unseren Kunden und Partnern zu und wollen ihnen die passenden Lösungen anbieten.  Dabei ist unser Ziel, den Wunsch nach Innovationen stets aufrecht zu erhalten. So können wir Ergebnisse entwickeln, die dem Endkunden einen echten Vorteil bieten«, erläutert Ralf Güthoff, Geschäftsführer für den Überspannungsmarkt bei der Raycap GmbH in Deutschland. »Mit diesem Selbstverständnis haben wir zum Beispiel beschlossen, ProTec ZP beziehungsweise den Nachfolger ZPS zu entwickeln. Dieser Überspannungsschutz ist auf den deutschen Gebäudemarkt und seine neuen Vorgaben abgestimmt.«

Phasenabgriff und Fernüberwachung
Besagtes ProTec ZPS hat das Unternehmen entsprechend für die Verwendung auf der 40-mm-Sammelschiene entworfen. Es sind zwei Varianten erhältlich, einmal mit 7,5 kA und mit 12,5 kA. Als zentrale Neuerungen gibt der Hersteller einen integrierten Phasenabgriff sowie einen Fernüberwachungskontakt an. Jener Kontakt für das Überprüfen entfernter Infrastruktur – auch »Remote Monitoring« genannt – lässt sich etwa nutzen, um Smart-Home-Umgebungen einzubinden. Der Phasenabgriff hingegen dient noch einem anderen Zweck: Er spart Kosten und Platz. Denn immer häufiger werden in Hausinstallationen Doppelzählerfelder mit zwei SLS-Schaltern und Überspannungsschutz eingebaut. Soll nun noch ein Gateway Platz finden, so ist dies im  beschränkten Bauraum ein Problem, denn die Spannungsversorgung, die nun gemäß der VDE-AR-N-4100 Kapitel 7.8.2 immer mit vorzusehen ist, muss ebenfalls über den Vorzählerplatz erfolgen. Der gängige Weg führt dabei über eine Erweiterung des Anschlussraums, was jedoch häufig eine Aufwands- und damit Kostensteigerung bedeutet. Der integrierte Phasenabgriff bietet jedoch eine andere Lösung an.

Einbau vor dem Zähler
Der Überspannungsschutz wird einfach vor dem Zähler installiert. Spezielle Federkontakte ermöglichen es, den Überspannungsschutz auf die 5-mm- oder die 10-mm-Sammelschiene zu stecken, woduch die eigentliche Installation schnell erledigt werden kann. Zudem sind  weder Schrauben noch Werkzeuge erforderlich. Gedanken gemacht haben sich die Entwickler auch beim Gehäusedesign, das eine falsche Positionierung verhindert und zudem noch den erforderlichen Stocherschutz sowie Platz zur Wärmeableitung aufweist. Darüber hinaus ist der Überspannungsschutz vielfältig einsetzbar und passt in alle Installationsverteiler der verschiedenen Zählerschrank-Hersteller. Damit ist der neue Überspannungsschutz eine gut geeignete Lösung für den elektrischen Schutz von Wohn- und Leichtindustrieanlagen, wie sie die Norm VDE 0100-443/-534 seit dem 14. Dezember 2018 verbindlich in Neubauten vorschreibt. Die bereits erwähnte VDE-AR-N-4100 schreibt überdies vor, dass ein entsprechender Überspannungsschutz keine Betriebsströme verursachen darf, wie sie etwa eingebaute LEDs hervorrufen können. Auch die weiteren TAR-Vorgaben müssen erfüllt bleiben: Es muss ein SPD Typ 1 sein, also ein Blitzschutz, und muss entsprechend auf alle Netzformen angepasste Konfigurationen bieten – was auf diese Neuentwicklung zutrifft.

Kompetenz auch in der Wertschöpfungskette
Für die Entwicklung solcher Produkte bedarf es fundierten Wissens und umfassender Erfahrung innerhalb des Unternehmens. Beides kann Raycap aufweisen: Die Kunden für den industriellen Überspannungsschutz stammen aus Branchen, in denen Ausfallzeiten keine Option sind, also beispielsweise aus der Energie- und Telekommunikations-Branche. Dabei schafft das Unternehmen Synergien in sich selbst: Eben jenes Wissen aus dem industriellen Umfeld fließt auch in die Entwicklung der Produkte für private Gebäude oder für die Leichtindustrie beziehungsweise für das Gewerbe mit ein. Das Komponentengeschäft ist dabei ein sehr wichtiger Teil der Unternehmensstruktur, denn die Kontrolle der eigenen Lieferkette ermöglicht es, qualitativ hochwertige Lösungen zu bestmöglichen Preisen anzubieten – die Entwicklung kann ihre eigenen Ideen direkt umsetzen. So bedeutete die Integration der Varistor- bzw. Gasableiter- (MOV/GDT-) Herstellung etwa, auch über diesen entscheidenden Baustein und damit über das technische Herzstück der Überspannungsschutz-Produkte selbst verfügen zu können.
Bei der Forschung und Entwicklung kann Raycap auf zahlreiche eigene Labore zurückgreifen, die unter anderem umfassend gemäß UL und VDE zertifiziert sind. Die internen Prozesse und die Produkte sind zudem nach einer Reihe internationaler Normen zertifiziert, darunter ISO 9001:2015, ISO 14001:2015, UL und IEC. Die Forschungsarbeit und das Produktportfolio erstrecken sich dabei auch in den DC-Bereich: So nutzt der Hersteller eine unternehmenseigene PV-Anlage, die mit über 18.200 Dünnschicht-Solarzellen bestückt ist und über zwei Zentralwechselrichter (1,6 MW) verfügt; ein zugehöriges Testlabor ist zudem direkt neben dem Werk in Drama (Griechenland) mit der Anlage verschaltbar. Davon profitieren wiederum Produkte zur Absicherung von DC-Anwendungen wie zum Beispiel die ProBloc-Reihe: Das im März 2019 vorgestellte ProBloc B 1000 DC verfügt über eine Kombinationsprüfung als Ableiter nach Typ 1 sowie Typ 2 und ist universell für E-Mobility-Applikationen als Blitz- oder Überspannungsschutz einsetzbar. Der Nennableitstrom (8/20 Mikrosekunden) beträgt 20 kA pro Leiter, der Impulsstrom liegt bei 6,25 kA pro Leiter. Zudem bietet ProBloc B 1000 DC Sicherheit bis 1.000 V dauerhafte Betriebsspannung. Derart ausgerüstet lassen sich auch zahlreiche Systeme im wachsenden Markt für Elektromobilität absichern.

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