Phoenix Contact

Leistungsstark im Gebäude

19. Juli 2019, 11:33 Uhr | Dipl.-Ing. Henning Vieregge, Phoenix Contact GmbH & Co. KG
Zwei Handwerker vor Leitungs-Schaubild
Installationsklemmen: der Fachmann kennt die Herausforderungen bei der Verdrahtung – und die Lösungen.
© Phoenix Contact GmbH

Installationsverteiler und ihre Komponenten geraten oft an ihre Grenzen: Der Elektroinstallateur sieht sich mit Platzmangel, fehlende Leistungsreserven und mangelnder Verdrahtungskomfort konfrontiert. Zur Verdrahtung im Installationsverteiler zeigt Phoenix Contact neue Produktlösungen.

Zur Einspeisung wird aktuell häufig eine Leiterabgriffklemme vom Typ AKG verwendet. Diese muss seitlich auf die Kupferschiene mit einem Querschnitt von 3 x 10 mm² aufgefädelt werden – was nicht immer ganz einfach ist.  Der Leiter wird dabei unter einen Klemmschuh gefädelt, per Schraube angezogen und elektrisch kontaktiert. Die zweite, häufig genutzte Möglichkeit der N-Schienen-Einspeisung ist die N-Trennklemme. Hier ist erhöhte Aufmerksamkeit nötig oder eine Schaltsperre geboten, damit der N-Anschluss nicht versehentlich getrennt wird. Ein fachgerechter Klemmenleistenaufbau beginnt also schon beim Zubehör. Eine neue Lösung für diese Aufgabenstellung kommt von Phoenix Contact: Der »Mufubo« – die Abkürzung steht für Multifunktionsbock – vereint mehrere Funktionen in einem Bauteil und ersetzt als »All in one-Lösung« mehrere Zubehörteile, für die bisweilen verschiedene Bestellnummern und Lagerplätze nötig waren. So sorgt der »Mufubo« für die Einspeisung und für die sichere Arretierung der Neutralleiter-Sammelschiene.

Aus der richtigen Richtung

Der Multifunktionsbock ist mit einem vollwertigen 16 mm² Push-in-Anschluss ausgestattet. So lassen sich starre Leiter sowie flexible Leiter mit Aderendhülse direkt und werkzeuglos anschließen. Um einen flexiblen Leiter ohne Aderendhülse anzuschließen, wird einfach der Pusher zum Öffnen der Klemmstelle betätigt. Beim Push-in-Prinzip handelt es sich um eine eigens entwickelte Anschlusstechnik, die im Original über einen Pusher verfügt. Die Leiteranschlussstelle ist so positioniert, dass die Verdrahtung von der internen Seite her, direkt vom Fehlerstrom-Schutzschalter kommend, erfolgen kann. Zusätzlich lässt sich die N-Sammelschiene mechanisch mit einer Verriegelungslasche arretieren. Das vermindert die Gefahr, den N-Anschluss versehentlich zu lösen und macht das Setzen einer Schaltsperre überflüssig. Der Multifunktionsbock hat außerdem ein herausbrechbares Trennplättchen, das sich seitlich neben der N-Sammelschiene anrasten lässt. So lassen sich direkt nebeneinander montierte Neutralleiter-Sammelschienen-Potentiale sicher gegeneinander isolieren. Eine Endhalterfunktion, großzügige Markierungsmöglichkeiten sowie ein Prüfzugang mit einem Durchmesser von 2,3 mm vervollständigen die Funktionen bei geschlossenem Gehäuse. Den Multifunktionsbock gibt es zudem auch in einer Variante ohne Leiteranschluss. Er dient dann als reiner Auflagebock zur sicheren Fixierung der N-Sammelschiene. Beide Varianten bilden den Anfang und das Ende jeder Klemmleiste mit N-Sammelschiene in der Unterverteilung. Sie vereinfachen somit den Aufbau und sorgen – nicht nur optisch – für den sicheren Sitz der Sammelschiene.

Keine gesonderte Vorbehandlung nötig

Auch die Leiterführung unter beengten Platzverhältnissen wird immer wieder zur Herausforderung. Besonders Leiter mit Querschnitten ab 6 mm² geben sich eher sperrig und lassen sich nur mühsam handhaben. Dann ist es hilfreich, wenn bei der Verdrahtung nicht auf normgerechte Biegeradien geachtet werden muss. Keine Anschlusstechnik unterstützt hier so gut wie die Schraubanschlusstechnik. Der Leiter wird parallel zur Befestigungsunterlage, also vertikal, zugeführt. Wie bei allen Reihenklemmen von Phoenix Contact können in den Schraubklemmen sowohl starre als auch flexible Leiter angeschlossen werden – eine gesonderte Vorbehandlung für flexible Leiter ist dabei nicht erforderlich und auch das Aufbringen einer Aderendhülse als Spleißschutz ist nicht unbedingt notwendig. Die Dreistock-Installationsklemmen vom Typ UTI 6 bieten diesen Vorteil ebenso wie die kleinere Bauform UTI 2,5 oder die PIK-Serie. Mit der UTI 6-Klemme kommen die Vorteile des Clipline complete-Systemgedankens jetzt auch bei größeren Querschnitten bis 10 mm² zum Tragen. Mit der Dreistock-Installationsklemme lassen sich Ströme bis zu
47 A
platzsparend übertragen lassen.

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