Lapp Kabel

Flexible Fertigung durch »Plug & Produce«

24. März 2014, 14:46 Uhr | Pamela Schröder
© Lapp Gruppe

Maschinen, Anlagen und Geräte werden »intelligent«, indem man sie über das »Internet der Dinge miteinander verbindet. Die so entstehenden cyber-physischen Systeme bilden die Grundlage der intelligenten Fabrik von morgen mit der Vision: maximale Flexibilität und wirtschaftliche Fertigung mit Losgröße 1.

Cyber-physische Systeme sind Funktionseinheiten mit eingebetteter Hardware, Software und Mechanik. Indem sie in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren, eröffnen sich für Maschinen- und Anlagenbauer neue Möglichkeiten: Sie können Anlagen in einzelne Module unterteilen, die sie nur einmal programmieren und testen müssen. Je nach Kundenwunsch kann ein Maschinenbauer dann die standardisierten Module flexibel und individualisiert zusammenstellen und mit den Daten füttern, die sie für die Produktion benötigen – Plug & Produce.

Die Verkabelung einer industriellen Anlage ändert sich dadurch grundsätzlich: Eine Netzwerkleitung endet nun nicht mehr im Schaltschrank, sondern wird zum Beispiel direkt bis zum Motor in einer Maschine selbst geführt. Für die Hersteller von Verbindungstechnik bedeutet das, dass sie Leitungen, deren Einsatz bislang vor allem in Büroumgebungen üblich war, nun für industrielle Anwendungen fit machen müssen. Die Leitungen müssen unter anderem einer höheren mechanischen Beanspruchung, extremen Temperaturen, Vibration und Schmutz standhalten. Eventuell sind sie in diesem Umfeld auch aggressiven Medien ausgesetzt. Eine zusätzliche Anforderung an Ethernet-Leitungen im Industrieeinsatz besteht beispielsweise in der Abschirmung gegenüber wesentlich stärkeren EMV-Einflüssen wie sie im Umfeld von Motoren oder stromführenden Leitungen entstehen, die ein elektromagnetisches Feld aufbauen.

 


  1. Flexible Fertigung durch »Plug & Produce«
  2. Bestimmende Entwicklung der nächsten Jahre

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