KBR Energiesparsysteme

Tiefgarage unter Strom

Die Münchner Tiefgarage mit nachgerüsteten E-Ladesäulen
Die Münchner Tiefgarage mit nachgerüsteten E-Ladesäulen.
© CZMarlin / Wikimedia Commons

Ein Tiefgaragenbetreiber in München wollte mehrere Parkflächen mit E-Ladesäulen ausstatten. Die Leistung der bereits verlegten Kabel war jedoch nicht darauf ausgelegt, also suchte der Betreiber nach einer Alternative. Fündig wurde er bei der KBR GmbH und ihrem Lastoptimierungssystem.

Das Ladestationen-Netz für Elektrofahrzeuge in Deutschland wächst und wächst. Laut Statista gab es im Januar 2019 etwa 13.000 Ladestationen in der Bundesrepublik – knapp doppelt so viele wie noch Ende 2017. Allerdings gestaltet sich der Ausbau in Städten problematisch. Größte Herausforderung stellen dabei nicht die Ladestationen selbst dar, sondern vielmehr ihre Eingliederung in die bestehende Infrastruktur. Nur selten sind die bereits verlegten Leitungen auf den zusätzlichen Strombedarf der Ladesäulen ausgelegt. Meist müssen Betreiber die Kabel unter hohem baulichem Aufwand ersetzen.

Hindernisse bei der Nachrüstung

»Der elektrische Netzanschluss in Gebäuden und Tiefgaragen ist fast immer auf die benötigte elektrische Leistung ausgelegt«, erklärt Christian Wiedemann, Vertriebs- und Projektleiter bei der KBR GmbH. »Sollen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge nachgerüstet werden, reicht die Energieversorgung oftmals nicht aus.« Eine Möglichkeit für einen verbesserten Netzanschluss ist, das Zuleitungskabel des Energieversorgers gegen ein Kabel mit größerem Querschnitt zu tauschen, was umfangreiche Erdarbeiten nach sich zieht. Die ungeeigneten Kabel sind nicht die einzige Hürde. Der Ortsnetztransformator oder der firmeneigene Transformator müssen die zusätzliche Leistung tragen können. »Andernfalls ist ein Austausch notwendig«, erläutert Wiedemann. »Auch die Niederspannungshauptverteilung muss darauf ausgelegt sein und notfalls erneuert werden.« Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, muss der Betreiber der Ladestationen mit Zusatzkosten rechnen, die im mittleren fünfstelligen Bereich liegen.

Überlastung verursacht Stromausfall

Vor ähnlichen Problemen stand ein Tiefgaragenbetreiber in München. Auf Wunsch von Mietern mit festen Stellplätzen im Parkhaus sollte er Ladestationen für ihre Elektrofahrzeuge einrichten. Zusätzlich waren Ladesäulen für öffentliche Parkplätze vorgesehen – in insgesamt sechs Tiefgaragen. Dabei variiert die Anzahl der Ladestationen pro Tiefgarage zwischen acht und 20 Säulen. »Um die Leistung zu erhöhen, hätten Installateure das Kabel von der Trafostation zur Hauptverteilung im Gebäude durch ein teures und sehr dickes Kabel ersetzen müssen. Außerdem hätte die Niederspannungsverteilung nicht die benötigte Leistung aufnehmen können, sodass auch hier ein Ersatz nötig gewesen wäre«, berichtet der Vertriebsingenieur. »Laden nun im Extremfall Fahrzeuge an allen Stationen gleichzeitig, löst der Hauptschalter aus, um das Kabel nicht zu überlasten.« Die Folge: In der Tiefgarage funktioniert nur noch die Notbeleuchtung – weder Aufzüge, noch Schranken oder Ladesäulen würden mit Strom versorgt. Eine derartige Störung ließe sich dann nur noch manuell durch einen Mitarbeiter beheben.

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