»SpotClips« für Einbaustrahler

Wider der brenzligen Installation

23. November 2015, 16:06 Uhr | Peter Wintermayr
SpotClip-I: Kappe und Laschen schaffen im Dämmmaterial einen Hohlraum.
SpotClip-I: Kappe und Laschen schaffen im Dämmmaterial einen Hohlraum.
© HellermannTyton

Niedrigenergiebauweise und die energetische Sanierung älterer Gebäude führen dazu, dass an allen Ecken und Enden Wärmedämmungen anzutreffen sind. Diese können dann Ärger bereiten, wenn Einbaustrahler dort installiert werden, wo sich Dämmmaterial breit macht.

Einbaustrahler erfreuen sich wachsender Beliebtheit in Wohnräumen, spenden sie doch angenehmes, gleichmäßiges und schattenfreies Licht. Die zunehmende Verwendung von LED-Lampen bringt jedoch auch ein Sicherheitsproblem mit sich, über dessen Tragweite Elektroinstallateure sich unter Umständen nicht im Klaren sind.

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SpotClip-I: Kappe und Laschen schaffen im Dämmmaterial einen Hohlraum.
SpotClip-III: Ein Abstandssteg (oben)drückt Dämmmaterial vom Netzteil weg
© HellermannTyton

Überhitzung programmiert

Da Einbaustrahler von Dämmstoff und anderen in Decken verwendeten brennbaren Materialien umgeben sind, müssen sie stets vor Überhitzung geschützt werden – ganz gleich, wie energieeffizient sie auch sein mögen. Gemäß Energieeinsparverordnung EnEV 2014 sowie Energieeinspargesetz EEWärmeG 2013 muss zugleich eine kontinuierliche Dämmung gegeben sein, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu gewährleisten. Der Nachweis erfolgt im Energieausweis für jedes neue oder umfangreich sanierte Gebäude. Hier tut sich für Elektroinstallateure ein Dilemma auf: Einerseits müssen sie Einbaustrahlern zur Wärmeabfuhr eine ausreichende Luftzirkulation ermöglichen, andererseits dürfen sie dazu Dämmmaterial nicht nach belieben ausräumen.

Viele meinen, die Umstellung von Halogen- auf LED-Einbaulampen sei die Lösung. Doch der Schein trügt: LED-Leuchtkörper sind nicht weniger anfällig für Überhitzung. Auch wenn das Deckglas einer LED-Lampe sich kühl anfühlt, der im Sockel verbaute LED-Chip nebst Elektronik kann sehr heiß werden. Deshalb ist es beim Einbau von Leuchten verantwortungsbewusst, auf eine sichere Installation zu achten. Fehler können teuer und sogar lebensbedrohlich sein. 

SpotClip-Box: Speziell für Passivhäuser und Betondecken.
SpotClip-Box: Speziell für Passivhäuser und Betondecken.
© Hellermann Tyton

Bitte Abstand halten!

Die Lösung des Dilemmas ist ein feuerbeständiger Abstandshalter, der im gedämmten Einbauraum über dem Einbaustrahler montiert wird. Dieser verringert das Risiko einer Überhitzung signifikant und trägt wirksam bei zur Vorbeugung einer Brandausweitung durch die für die Einbaustrahler geschaffenen Deckenöffnungen.

HellermannTyton hat für die sichere Montage von Einbaustrahlern das Produktsortiment »SpotClip« entwickelt. Schnell und einfach befestigt, gewähren diese Deckenabstandshalter Leuchtmitteln und Baumaterialien sicheren Schutz vor Beschädigung durch Überhitzung. Ob hinter Paneelen oder in Gipskartonplatten, die aus einem halogenfreien, glasfaserverstärkten Polyamid hergestellten SpotClips geben Sicherheit.

SpotClip hält Abstand

SpotClip-I (Einbauhöhe 82 mm) eignet sich besonders für die Montage von Standard-Leuchten unter Dämmmatten. SpotClip-II (Einbauhöhe 107 mm) nimmt LED-Leuchten und Leuchten mit größerer Bauhöhe auf. Vier zusätzlichen flexible Laschen verhindern den Kontakt von losem Schütt- und Einblasdämmstoffen mit dem Leuchtkörper.

Adrian Harnisch, Hellermann Tyton
Adrian Harnisch, Hellermann Tyton
© Hellermann Tyton

SpotClip-III bietet Platz für ein externes Netzteil. Ein zusätzlicher Abstandssteg vermeidet den Kontakt zwischen dem Dämmmaterial und dem Netzteil. SpotClip-III ist für Leuchten mit 62 mm bis 120 mm Einbaudurchmesser geeignet und benötigt, abhängig vom Einbaudurchmesser, max. 115 mm Einbautiefe. Das neue Montageset SpotClip-Box wurde speziell für Passivhäuser entworfen. Diese Box verhindert jeglichen Kontakt zwischen Dämmmaterial und Leuchtmittel. Sie eignet sich für LED- und Leuchtstoffstrahler mit einem Durchmesser von bis zu 75 mm und einer maximalen Höhe von 130 mm.
 
Der Autor
 
Adrian Hanisch ist Produktmanager bei HellermannTyton.


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