Rauchwarnmelderpflicht in Niedersachsen

Endspurt für Unternehmen der Wohnungswirtschaft

9. Oktober 2015, 16:00 Uhr | Peter Wintermayr
Die Rauchwarnmelder HD 3002 O/3005 O und FRM 282/285 lassen sich auch mit einer Gefahrenmeldeanlage im Haus verbinden. Im Brandfall kann der Notruf automatisch beispielsweise auf das Handy oder einen Wachdienst weitergeleitet werden.
© Telenot Electronic

Alle Miet- und Eigentumswohnungen in Niedersachsen müssen bis zum 31.12.2015 mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden, dies kann zu erheblichen Engpässen bei der Rauchwarnmelder-Installation führen.

In Niedersachsen beginnt der Endspurt um die Installation der Rauchwarnmelder: Noch bis zum Jahresende haben Eigentümer, Wohnungsunternehmen, Verwaltungen und Genossenschaften Zeit, die gesetzlich bis Ende diesen Jahres auch in allen Bestandsbauten vorgeschriebene Nachrüstung auszuführen. In einer Anfang 2015 veröffentlichten Erhebung berechnete der Messdienstleister Kalorimeta (KALO), dass im gesamten Bundesland Niedersachsen bis zu 3,5 Millionen Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden müssen. Die verantwortlichen Unternehmen der Wohnungswirtschaft, die dieser Pflicht bis heute noch nicht nachgekommen sind, müssen sich in den noch verbleibenden drei Monaten auf erhebliche Engpässe bei der Installation der Rauchwarnmelder einstellen.

Trotz Zeitdruck warnt die Feuerwehr jedoch vor einer unsachgemäßen Installation der Rauchwarnmelder. Diese kann zu kostspieligen Fehleinsätzen führen. Alleine in Hamburg musste die Feuerwehr 2014 etwa 1600-mal aufgrund von Rauchwarnmelder-Fehlalarmen ausrücken. Entstehende Kosten bei Schäden, beispielsweise durch von der Feuerwehr aufgebrochene Türen, müssen in der Regel vom Vermieter getragen werden.

Vorgeschrieben ist die Ausstattung aller Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, also Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die aus diesen Räumen als Rettungswege hinausführen. Volker Schubert, Mitglied der Geschäftsleitung bei KALO: »Wohnungsunternehmen, Verwaltungen und Eigentümer, die jetzt noch nicht aktiv geworden sind, laufen aufgrund der Vorlaufzeiten für die Beauftragung und Montage Gefahr, die Frist zu verpassen. Im Schadensfall drohen rechtliche und finanzielle Konsequenzen.«

Für die Immobilienwirtschaft in Niedersachsen bringt die Erfüllung der Rauchwarnmelderpflicht inklusive der nachfolgenden regelmäßigen Wartungsarbeiten einen großen Verwaltungsaufwand mit sich. Dazu gehört unter anderem die Koordination der Termine mit den Bewohnern für den Zutritt der Wohnungen.

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