FV EIT BW

Elektrohandwerk begrüßt Vorstoß zur Rauchmelderpflicht

6. Mai 2013, 16:58 Uhr | Thomas Jungmann
Thomas Bürkle, Landesinnungsmeister der elektro- und Informationstechnischen Handwerke in Baden-Württemberg
© Jungmann

»Was lange währt, wird nun hoffentlich endlich gut«, kommentierte Thomas Bürkle, Landesinnungsmeister der elektro- und Informationstechnischen Handwerke in Baden-Württemberg, die Beratung im Landtag zur Einführung einer Rauchmelderpflicht für Privatwohnungen vom 10. April 2013.

Die überwiegende Zahl der rund 600 Menschen, die laut Bundesverband für Brandschutz-Fachbetriebe jährlich in Deutschland bei Bränden sterben, fällt nicht den Flammen, sondern Rauchvergiftungen zum Opfer. Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg (FV EIT BW) setzt sich daher schon seit Langem für eine feste Verankerung der Rauchmelderpflicht in der Landesbauordnung ein - bislang ohne Erfolg. »Es ist tragisch, dass erst ein Unglück wie in Backnang geschehen muss, damit sich die Landespolitik bewegt«, fuhr Bürkle fort. Für den nun auf den Weg gebrachten Gesetzesentwurf findet der Landesinnungsmeister jedoch lobende Worte: »Mich freut vor allem, dass die Übergangsfrist zur Nachrüstung bestehender Wohnungen bis Ende August 2014 recht kurz ausfällt. Hier geht Sicherheit klar vor Bestandsschutz - zumal die Installation von Rauchmeldern kein Hexenwerk ist und auch den Geldbeutel nicht überlastet.«
Seit April dieses Jahres gilt ein entsprechendes Gesetz in NRW. Das neue Rauchmelderpflichtgesetz NRW besagt, dass in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, über die Rettungswege führen, mindestens ein Rauchmelder vorhanden sein muss. Der Einbau ist in Neu- oder Umbauten seit dem 1. April
dieses Jahres Pflicht, für bestehende Wohnungen gilt nach dem Gesetzt die Nachrüstung bis zum 31. Dezember 2016. Berlin ist eines der wenigen Bundesländer, in denen Rauchmelder noch nicht vorgeschrieben sind. Grund: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sperrte sich bislang aufgrund der hohen Kosten angesichts der noch knapp 300.000 landeseigenen Wohnungen gegen ein entsprechendes Gesetz.


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