Virtualisierung

Wie kommt die alte Technik in die Cloud?

8. Mai 2018, 8:30 Uhr | Nico Langenkämper, Kieback&Peter GmbH & Co. KG
Leitstand für eine moderne Überwachungszentrale in der Gebäude­leittechnik.
Leitstand für eine moderne Überwachungszentrale in der Gebäude­leittechnik.
© Kieback&Peter GmbH & Co. KG

Zahlreiche Organisationen ersetzen derzeit die physischen Bestandteile ihrer IT durch softwarebasierte Komponenten. Diese Entwicklung stellt auch die Gebäudeautomation vor neue Herausforderungen: Denn immer mehr Betreiber möchten auch ihre Gebäudeleittechnik (GLT) virtualisieren.

In vielen Bestandsanlagen, die aus diesem Bestreben heraus virtualisiert werden sollen, ist häufig noch serielle Technik im Einsatz, die nicht in der Lage ist, mit der virtuellen Welt zu kommunizieren. Sie kann nicht auf einen Schlag durch netzwerkfähige Geräte ersetzt werden – allein schon wegen der Umrüstungskosten. Die Systemintegratoren von Kieback&Peter haben angesichts dieser Problemstellung eine Lösung entwickelt, die auch serielle Hardware in die Cloud bringt.  

 

Anbieterkompass Anbieter zum Thema

zum Anbieterkompass
Grafik: Prinzipielle Übersicht zu einer modernen Gebäudeleittechnik-Netzstruktur
Prinzipielle Übersicht zu einer modernen Gebäudeleittechnik-Netzstruktur: Auch herkömmliche, serielle Infrastruktur (links oben) kann über einen GLT-Bedienplatz eingebunden werden.
© Kieback&Peter GmbH & Co. KG

Was bringt die Virtualisierung?

In Deutschland gibt es fast 35 Mio. Computer-Arbeitsplätze. Damit wird eine Menge Speicher- und Rechenkapazität bereitgehalten, die eigentlich gar nicht permanent benötigt wird. Denn kaum ein PC läuft 24 Stunden durch. Auch für die alltäglichen Office-Arbeiten sind viele Rechner überdimensioniert. Wenn nun Unternehmen ihre Hardware virtualisieren, können sie die Kapazitäten zentral managen: Benötigt ein virtualisierter Desktop beispielsweise mehr Rechenleistung, kann diese von einem anderen Bereich abgezogen werden. Steigt insgesamt der Bedarf an Speicher oder Leistung, können IT-Mitarbeiter die Kapazitäten im Rechenzentrum flexibel erweitern. Die zentrale Verwaltung der Ressourcen spart zudem viel Geld für den Einkauf und Betrieb der Hardware.

Mit der Virtualisierung nimmt außerdem die Betriebssicherheit zu. Beispiel: Eine Software für die Gebäudeleittechnik, die nur auf einem einzigen Server vor Ort installiert ist, birgt immer eine Gefahr. Fällt er aus, ist auch die GLT lahmgelegt. Dann können die Facility Manager ihre technischen Anlagen nicht mehr mit Software überwachen und steuern. Durch die Virtualisierung im Rechenzentrum hingegen ist die Software nahezu immer verfügbar – unabhängig von der Hardware. Fällt ein virtuelles System aus, übernimmt automatisch ein anderes. In Verbindung mit einem soliden IT-Sicherheitskonzept verringert die Virtualisierung also auch das Risiko von Hackerangriffen auf die Hardware.


  1. Wie kommt die alte Technik in die Cloud?
  2. Dortmund: Riesen-GLT wandert in die Cloud

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Kieback&Peter GmbH & Co. KG