Diesel-Fahrverbot

Gros der Handwerkerfahrzeuge wäre betroffen

Stuttgart reagiert auf die Grenzüberschreitungen bei den Feinstaubwerten mit einem Fahrverbot ab 2018 für Diesel, die die Abgasnorm Euro-6 nicht erfüllen.
Besonders kleine und mittelständische Betriebe würden unter einem Fahrverbot leiden.
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Ein Diesel-Fahrverbot in Mainz würde nach Einschätzung der Handwerks- sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) die Wirtschaft in der Region massiv belasten.

80 bis 90 Prozent der Fahrzeuge von Handwerksbetrieben wären betroffen, sagte die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen, Anja Obermann, am Montag in Mainz. Der Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, Günter Jertz, nannte ein mögliches Fahrverbot »einen Schlag ins Gesicht der Wirtschaft«. Besonders kleine und mittelständische Betriebe hätten darunter zu leiden.

Das Verwaltungsgericht Mainz verhandelt am Mittwoch (24. Oktober) nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe darüber. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagte am Montag, voraussichtlich im kommenden Jahr werde auch an der letzten kritischen Luftmessstation in Mainz der Grenzwert für Stickoxid unterschritten. Fahrverbote lösten die Probleme nicht und schränkten die Mobilität der Menschen massiv ein.


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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH