Digitalisierung

VDE-Studie fordert »Wirtschaftsinitiative Smart Living«

27. Januar 2017, 11:40 Uhr | Cornelia Meier
Smart Living
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Die Vernetzung intelligenter Komponenten und Geräte ermöglicht neue Anwendungen und Dienste. Welche Produkte erfolgversprechend sind und was getan werden muss, damit Smart-Living-Anwendungen zum Exportschlager werden, zeigt die neue Studie »Smart Living« des Technologieverbandes VDE.

Im Zentrum der Studie steht dabei weniger die technische Realisierung des Smart Home auf Komponentenebene als vielmehr die vielfältigen intelligenten Anwendungen und Diensten in den Bereichen Sicherheit der Wohnumgebung, Energieeffizienz und Energiemanagement, Assistenzsysteme wie auch Unterhaltung und Bürokommunikation, die damit möglich werden.

Diese Anwendungen und Dienste könnten - ähnlich wie im Mobilfunkbereich - einen grundlegenden Wandel des Wohn- und Lebensgefühls wie auch des Konsumverhaltens einläuten. Obwohl die Smart Home-Industrie hierzulande technologisch gut aufgestellt ist, hat es die deutsche Wirtschaft bei Weitem noch nicht geschafft, ihre Marktpotenziale auf Basis von innovativen Geschäftsmodellen auszuschöpfen.

Über eine Milliarde Euro Wertschöpfung in vier Jahren
Um die Entwicklung eines Leitmarktes für Smart-Living-Services »Made in Germany« zu beschleunigen, empfiehlt der VDE, die branchenübergreifende Zusammenarbeit der Unternehmen in Smart-Living-Segmenten zu intensivieren und das Vorgehen von Wirtschaft und Politik in einer »Wirtschaftsinitiative Smart Living« eng zu verzahnen. »Unser Fazit ist eindeutig: Eine Wirtschaftsinitiative bietet die Chance, die gemeinsame Kreativität und Innovationskraft großer und mittelständischer Unternehmen sowie von Startups zu bündeln und Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter von Smart Living-Systemen und Services zu etablieren«, erklärt VDE-CEO Ansgar Hinz.

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Demnächst Vorstandsvorsitzender des VDE: Ansgar Hinz
VDE-CEO Ansgar Hinz.
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Durch die schnelle Vernetzung der bestehenden Initiativen und Aktivitäten, durch die Schaffung gemeinsamer Ziele und die konsequente Nutzung von Synergien könnten die Erfolgschancen deutscher Unternehmen wesentlich verbessert werden.

»Bei intelligenten Komponenten und Geräten sind deutsche Unternehmen weltweit führend. Bei Anwendungen und Diensten hapert es noch. Hier haben US-amerikanische Unternehmen wie Google, Apple, Amazon derzeit die Nase vorn. Was uns im internationalen Wettstreit nach vorne bringt, ist die intelligente Vernetzung über Systemgrenzen und -ebenen hinaus«, warnt Hinz. Bis 2020 prognostiziert der VDE für den deutschen Markt eine Wertschöpfung an Smart Living-Produkten, -Systemen und -Services von über einer Milliarde Euro.


  1. VDE-Studie fordert »Wirtschaftsinitiative Smart Living«
  2. Innovationshürden bremsen Wachstum

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