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E-Handwerke bleiben weiterhin optimistisch

12. Dezember 2019, 09:37 Uhr   |  Wolfgang Hascher

E-Handwerke bleiben weiterhin optimistisch
© ZVEH

Insgesamt sehen 91,1 Prozent der Betriebe in den Elektrohandwerken die zukünftige Geschäftslage mit Optimismus.

Zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, befragt der ZVEH die Innungsfachbetriebe nach der aktuellen Geschäftslage, nach Aussichten und Erwartungen für die Zukunft und der personellen Situation im Betrieb. Das Ergebnis der diesjährigen Herbstbefragung kann sich sehen lassen.

Rund 1.400 Innungsfachbetriebe haben sich an der traditionellen Herbst-Konjunkturumfrage des ZVEH beteiligt und damit ein Bild von der momentanen Stimmungslage in den E-Handwerken geliefert. Der Optimismus der Branche, der sich in der Frühjahrsumfrage abzeichnete, bleibt im Wesentlichen bestehen: Die Stimmung in den Betrieben erreicht ein Herbst-Allzeithoch.

Geschäftssituation

Während die gegenwärtige Geschäftssituation nach wie vor als sehr gut eingeschätzt wird, zeigten sich die befragten Betriebe dort, wo es um die Beurteilung der zukünftigen Geschäftslage geht, etwas zurückhaltender und bewiesen damit, dass sie die gesamt-wirtschaftliche Situation realistisch einschätzen. Insgesamt sehen 91,1 Prozent der Betriebe in den Elektrohandwerken die zukünftige Geschäftslage mit Optimismus. Damit sind die Erwartungen an die Zukunft im Vergleich zum Frühjahr (Frühjahr: 95,5 %) leicht rückläufig, insgesamt aber immer noch sehr positiv.

Auftragsbestand

Der aktuelle Auftragsbestand trägt zur positiven Einschätzung der aktuellen Situation bei: Mehr als die Hälfte der Betriebe ist für mindestens zwei Monate ausgelastet, 23,7 Prozent haben sogar Aufträge für vier und mehr Monate – ein Anstieg gegenüber dem Frühjahr (21,5 %). Im Bereich zwei bis vier Monate stieg der Anteil von 26,7 im Frühjahr ebenfalls leicht, auf nun 26,8 Prozent, an.

Auftragsbestand
© ZVEH

Der Auftragsbestand trägt ur positiven Einschätzung der aktuellen Situation bei.

Umsatzverteilung

Zu den Umsatztreibern gehören vor allem die Bereiche Energie- und Gebäude- sowie Informationstechnik. Das ist zum einen auf die zunehmende Nutzung vernetzter Smart-Home-Technologien sowie auf die Digitalisierung zurückzuführen, zum anderen auf die wachsende Bedeutung intelligenter Energiemanagementsysteme im Zuge der Energiewende. Letzteres zeigt: Die Elektrohandwerke leisten mit ihrer Arbeit, unter anderem auch im Bereich Elektromobilität und Photovoltaik, einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

Fachkräftesuche

Obwohl die Zahl der Beschäftigten in den E-Handwerken mittlerweile auf über eine halbe Million angewachsen ist, ist der Fachkräftemangel auch hier ein Thema. So gaben mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, Personal einstellen zu wollen. Neben Auszubildenden wurden vor allem qualifizierte Fachkräfte wie Gesellen und Obermonteure sowie, zu einem geringeren Teil, Meister gesucht.

Betriebsgröße

Zum Thema Personalplanung liefert die Herbst-Konjunkturumfrage ebenfalls neue und vor allem erfreuliche Ergebnisse. So gab ein Viertel der befragten Betriebe an, dass sich ihr Betrieb personell vergrößert hat – und das trotz der angespannten Situation auf dem Fachkräftemarkt! Auch mit Blick auf die Zukunft geht knapp ein Drittel der Umfrage-Teilnehmer von einer steigenden Mitarbeiterzahl aus. 60 Prozent erwartenm dass der Personalstamm gleich bleibt. Zahlen, die die durchaus optimistischen Erwartungen in den Elektrohandwerken untermauern und zeigen: Die aktuelle konjunkturelle Eintrübung in Teilen der deutschen Wirtschaft hinterlässt in der Branche bisher kaum Spuren.

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